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Das gefährlichste Land der Welt: Ein Inselparadies
Im kleinen Inselstaat Vanuatu lebt es sich gefährlich. Das Risiko durch Naturkatastrophen ist hier weltweit am höchsten. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Weltrisikoreport mit Angaben zu 173 Staaten.
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Der Weltrisikoreport ist ein gemeinsames Projekt der Universität der Vereinten Nationen in Bonn, des deutschen Bündnisses Entwicklung Hilft und die Umweltorganisation The Nature Conservancy.
Das ungefährlichste Land auf Platz 173 ist dem Bericht zufolge das Emirat Katar, kurz davor rangiert die Mittelmeerinsel Malta. Insgesamt lebt es sich in Europa ziemlich sicher. Deutschland liegt auf Platz 146. Vanuatu, vor der Ostküste Australiens gelegen, belegt Platz 1.
Auch der Klimawandel spielt eine Rolle
Auf der pazifischen Inselgruppe Vanuatu drohen Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme oder die Gewalten des Meeres, zugleich hapert es etwa bei der medizinischen Grundversorgung. Die Schwierigkeiten sind typisch für die Region. Besonders gefährdet weltweit seien Ozeanien, Südostasien, die südliche Sahelzone, Zentralamerika und die Karibik, heisst es in dem Bericht.
«An diesen Orten kommt eine sehr hohe Bedrohung durch Naturkatastrophen und Klimawandel mit sehr verletzlichen Gemeinschaften zusammen», kommentiert Jakob Rhyner, Chef des UN-Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit.
Wirkung von Naturkatastrophen beruht auf vielen Faktoren
173 Staaten weltweit haben die Autoren des Weltrisikoreports untersucht und dabei erkannt: Wie riskant das Leben in einem Land ist, hängt nicht nur von der Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen ab - sondern ganz entscheidend auch von anderen Faktoren wie Wirtschaftskraft, Zustand der Umwelt oder Ernährung.
Weltrisikobericht 2012
Informationen rund um den Weltrisikobericht 2012 finden Sie hier.
Der Vergleich von Haiti und Neuseeland zeigt der Studie zufolge, dass solche Unterschiede über Leben und Tod bestimmen können. Beide wurden in den vergangenen Jahren von ähnlich starken Erdbeben erschüttert. Doch während in Neuseeland 187 Menschen ums Leben gekommen seien, starben auf Haiti mehr als 220 000. Das entwickelte Neuseeland konnte viel besser auf die Katastrophe reagieren, so die Erklärung.
Geht es um einen besseren Schutz, dann setzen die Autoren auf Natur. Zum Beispiel könnten Austernbänke, Korallenriffe, Mangrovenwälder oder Salzmarschen empfindliche Küstenstreifen schützen.
(dpa/roso; schl)



