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Wirtschaft

Erneute Rückrufaktion von Toyota

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 12:20 Uhr

Probleme mit elektrischen Fensterhebern führen bei Toyota erneut zu einer Rückrufaktion. Vom japanischen Autobauer müssen weltweit mehr als sieben Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. In der Schweiz müssen 18'000 Fahrzeuge geprüft werden.

Bild Yaris-Modelle in der Fertigungsstrasse.
In der Schweiz ist auch das beliebte Modell Toyota Yaris betroffen. keystone

Betroffen seien 7,43 Millionen Autos, darunter die beliebten Modelle Corolla und Camry, da bei ihnen Brandgefahr durch einen elektrischen Fensterheber bestehe, teilte das Unternehmen mit. In Europa trifft es auch die Kompaktwagen Yaris und Auris sowie den geländegängigen RAV4.

In Europa seien 1,39 Millionen Fahrzeuge betroffen, in den USA 2,4 Millionen und in China 1,4 Millionen, hiess es. Betroffen seien «möglicherweise» Fahrzeuge aus den Baujahren 09/2006 bis 12/2008. Die Besitzer sollen demnach schriftlich darüber informiert werden, sich mit ihrem Garagisten in Verbindung zu setzen.

In der Schweiz erhalten die Besitzer von 18'038 Toyotas demnächst Post von ihrer Garage. Bei den Modellen Yaris, Auris, Corolla und RAV4 muss ein qualitativ schlechtes Schmiermittel bei den elektrischen Festerhebern ausgewechselt werden.

Brandgefahr?

Toyota Deutschland erklärte, dass es durch eine nicht ordnungsgemässe Dosierung von Schmiermittel zu einem Verschleiss der Fensterheberschalter kommen könnte. Die Schalter funktionierten dann nur noch schwergängig oder in Einzelfällen auch gar nicht mehr.

Dass wegen des Öls eine Brandgefahr entstehe, hält der Geschäftsführer von Toyota Schweiz, Philipp Rhomberg, für eher unwahrscheinlich. Es passiere in seltenen Fällen, dass die elektrischen Kontakte schmölzen, sagte er.

Die rund 18'000 von der Aktion betroffenen Wagen entsprechen laut Rhomberg 6 Prozent der in der Schweiz zugelassenen Fabrikate des japanischen Autobauers. Insgesamt rollen hierzulande 300'000 Toyotas auf den Strassen.

Toyota hatte in den vergangenen Jahren weltweit schon mehrere Millionen Fahrzeuge wegen technischer Probleme und Sicherheitsmängeln zurückrufen müssen. Die Rückrufaktionen schädigten den Ruf des grössten japanischen Autobauers.

(sda/dpa/horm; roso)