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Vermischtes

Chemie-Nobelpreis an US-Forscher Lefkowitz und Kobilka

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 11:58 Uhr, Aktualisiert 21:03 Uhr

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Robert Lefkowitz und Brian Kobilka aus den USA. Sie erhalten den Preis für die Erforschung der Kommunikation von Milliarden von Körperzellen. Das erläuterte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm.

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Die beiden Zellforscher untersuchten bestimmte Andockstellen auf der Zellwand, die Signale aufnehmen: Die wichtige Gruppe der sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCR) ist beispielsweise dafür zuständig, dass Licht vom Auge verarbeitet wird oder dass das Hormon Adrenalin auf die Zellen wirken kann. Zahlreiche Medikamente beruhen auf den Forschungsergebnissen der Preisträger.

«Von ihrer Forschung erhofft man sich eine bessere Wirkung von Medikamenten» (Tagesschau 10.10.2012, 19:30 Uhr)

Tief geschlafen

Robert Lefkowitz arbeitet am Howard Hughes Medical Institute und an der Duke University, Brian Kobilka lehrt an der Stanford University.

Lefkowitz hat nach eigenen Worten fest geschlafen, als der Anruf aus Stockholm kam. «Ich trage Ohrstöpsel», berichtete der 69-Jährige am Telefon in der Stockholmer Pressekonferenz. Meine Frau hat mich mit dem Ellenbogen angestossen – und da kam die grosse Überraschung.» Eigentlich habe er zum Friseur gehen wollen. «Das muss ich nun wohl verschieben. Es wird ein völlig verrückter Tag werden.»

Kobilka hatte seinen Kollegen über das Computernetzwerk Skype kontaktiert. Er sei «sehr aufgeregt und sehr froh», sagte Kobilka von der kalifornischen Stanford-Universität dem schwedischen Radio.

Finanzkrise lässt Preisgeld schrumpfen

Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit umgerechnet 1,12 Millionen Franken dotiert. Die Nobelstiftung hatte den Betrag in diesem Jahr um 20 Prozent vermindert, da ihr Kapital im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise geschrumpft war.

Porträt von Alfred Nobel (nobelpreis-organisation)

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Im vergangenen Jahr bekam Dan Shechtman aus Israel die Auszeichnung für die Entdeckung der Quasikristalle, die lange Zeit von der Forschergemeinde für nicht möglich gehalten worden waren. Sie erinnern in der Struktur an mittelalterliche, islamische Mosaike im spanischen Alhambra-Palast.

Am Dienstag hatte die Akademie den Physik-Nobelpreis den Franzosen Serge Haroche und dem US-Forscher David Wineland für Arbeiten zur Quantenphysik zuerkannt. Einen Tag zuvor war der Medizin-Nobelpreis dem Briten John Gurdon und dem Japaner Shinya Yamanaka für ihre Arbeiten zur Verjüngung von erwachsenen Zellen zugesprochen worden.

Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

(agenturen/horm;hesa)