Schweiz
Plan zum Hochwasserschutz der Kander steht
Renaturisierung soll den Fluss zukünftig vor Überschwemmungen schützen. Die starke Bebauung der Kander (BE) ist nach Expertenmeinung eine Ursache für die Hochwassergefahr. Ein neuer Gewässerrichtplan soll die Gefahr eindämmen. Bis Mitte Dezember kann sich die Bevölkerung dazu äussern.
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Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Fluss auf verschiedenen Abschnitten verbaut. Durch diese Einengung grub sich die Kander mit der Zeit an manchen Stellen immer tiefer in den Boden ein. Dies gefährdet die bestehenden Schutzbauten, wie aus einer Mitteilung der bernischen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion vom Mittwoch hervorgeht.
In den letzten Jahren hat sich zudem immer wieder gezeigt, dass die Abflusskapazität und die Belastbarkeit des Flusses an Grenzen stossen. Mit aller Deutlichkeit trat dies zum Beispiel exakt vor einem Jahr zu Tage, als die Kander nach einem Unwetter über die Ufer trat und grosse Schäden anrichtete.
Hochwasserkonzept ist Ergebnis jahrelanger Prüfung
Doch schon vor diesem Grossereignis waren Experten daran, das Flusssystem Kander in seiner Gesamtheit zu überprüfen und nach Verbesserungen zu suchen. 2007 startete ein entsprechendes Projekt. Daraus entstand ein Konzept zur Gewässerentwicklung an der Kander.
Auf dieser Basis wurde ab 2010 der Gewässerrichtplan erarbeitet, der nun im Entwurf vorliegt. Er umfasst vier Schwerpunkte: den Hochwasserschutz, die Stabilisierung der Flusssohle, den Gewässerunterhalt und die Ökologie.
Die für den Wasserbau und den Unterhalt zuständigen Gemeinden und Schwellenkorporationen waren in die Erarbeitung des Richtplans und der Massnahmen miteinbezogen. Sie tragen den ganzheitlichen Ansatz mit, wie der Kanton in seiner Mitteilung schreibt.
Die Bevölkerung kann sich am 19. November an einer öffentlichen Fragestunde in Frutigen über das Projekt informieren.
(sda/roso;koua)



