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US-Wahlkampf 2012

US-Wahlen: Rote Karte für Werbespot mit gelbem Vogel

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 11:26 Uhr

Die beliebte US-Kinderserie Sesamstrasse will nicht zum Nebenschauplatz des Präsidentschafts-Wahlkampfes werden. Die Macher forderten deshalb Barack Obama auf, einen neuen TV-Spot mit Sesamstrassen-Vogel Bibo (Big Bird) abzusetzen.

«Wir unterstützen keinen Kandidaten», erklärte die im Bildungsbereich tätige, gemeinnützige Produktionsfirma «Sesame Workshop». Man wolle sich nicht an politischen Aktionen beteiligen. «Wir haben keine Wahlkampfspots genehmigt und haben gemäss unserer üblichen Praxis darum gebeten, den Spot abzusetzen.»

Die Bitte werde geprüft, sagte die Sprecherin des Wahlkampfteams von Obama, Jen Psaki. Obama werde «weiter für Big Bird kämpfen», der Wahlkampf drehe sich aber um ernstere Themen.

Romney gegen Steuergeld-TV

In dem Werbespot macht sich das Obama-Lager über das von US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney vorgeschlagene Sparprogramm lustig. Dieser hatte während der TV-Debatte gesagt, er werde den Geldhahn für den mit Steuergeldern unterstützten Sender PBS zudrehen, auf dem die Sesamstrasse seit Jahrzehnten läuft.

«Ich liebe Big Bird, werde (aber) nicht weiterhin Geld für Dinge ausgeben, für die ich mir zuvor Geld aus China leihen muss.» Damit hatte Romney den Zorn vieler amerikanischer Sesamstrassen-Fans auf sich gezogen.

(dpa/maiu;hesa)