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Schweiz

Platznot im Kinderspital St.Gallen

Dienstag, 9. Oktober 2012, 18:26 Uhr

Auf der Intensivstation des St.Galler Kinderspitals wird die Behandlung der kleinen Patienten zunehmend schwieriger. Der Grund: das mittlerweile 30 Jahre alte «Provisorium» ist viel zu klein. Es droht der Entzug der Betriebsbewilligung.

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Die Intensivstation im Kinderspital St.Gallen ist alt und viel zu klein. Untersuchungen auf so engem Raum sind für die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) ein unhaltbarer Zustand. Für Ärzte wie für Patientinnen und Patienten sind Behandlungen auf so engem Raum unangenehm. Für viele ist klar: soll der Betrieb weitergehen, muss etwas geschehen.

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Ein neues «Provisorium» soll entstehen

Bis ein Neubau realisiert werden kann, vergehen meist Jahre. Um den Betrieb trotzdem weiterführen zu können, soll ein weiteres Provisorium das bisherige ersetzen. Für Spitaldirektor Marco Fischer ist die Investition zwingend notwendig. Anderenfalls könnte man die Bewilligung verlieren, «und das wäre für den Standort Ostschweiz, aber auch für die Eltern der betreuten Kinder eine Katastrophe,» sagt Fischer zu «Schweiz aktuell».

Verschwendung von Steuergeldern

Eine solche Übergangslösung wird jedoch nicht von allen als sinnvoll erachtet. Anwohner Edy Brüschwiler hat gegen das Bauprojekt Rekurs eingelegt. Für ihn sind die 8-9 Millionen verlorenes Geld, wenn dafür ein «Provisorium hingestellt wird, das nichts bringt».  In spätestens 10 Jahren würde das ganze Kinderspital ohnehin auf das Areal des Kantonsspitals verlegt.

Er spricht von einer geplanten Verschwendung von Steuergeldern. «Überall spart der Kanton. Auch die Kantonsangestellten werden geschröpft.» Der Rekurs liegt nun beim Kanton. Lehnt er die Beschwerde ab, will der Nachbar sie durch alle Instanzen, notfalls bis ans Bundesgericht weiterziehen.

(SF;meic;koua)