International
Türkei reagiert auf weitere Granateinschläge aus Syrien
Seit Tagen liefern sich Syrien und die Türkei entlang der Grenze Scharmützel. Auch heute schlugen Granaten auf türkischer Seite ein, die Regierung antwortete mit dem Beschuss von Armeeposten. Von einem Krieg redet bislang niemand, die UNO aber warnt vor den möglichen Folgen.
Nach Angaben der türkischen Armee schlug die Granate am frühen Nachmittag im Grenzbezirk Altinozu in der Provinz Hatay ein. Wie schon bei vorangegangenen Einschlägen reagierte die türkische Seite umgehend: Sie beschoss ihrerseits syrische Armeestellungen.
Auf eine direkte Intervention der Türkei im Nachbarland gibt es bislang keine Hinweise. Allerdings erteilte das türkische Parlament den Streitkräften am vergangenen Donnerstag grünes Licht für ein militärisches Eingreifen in Syrien. Das Mandat ist auf ein Jahr begrenzt.
Ban warnt vor Konsequenzen
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte vor einer Gewalteskalation in der Grenzregion. Diese könne «schwerwiegende Konsequenzen» haben. Er forderte ein Ende der Waffenlieferungen nach Syrien – an beide Parteien des Konflikts.
Ban sagte, er sei «tief besorgt» über die anhaltenden Lieferungen sowohl an das Regime als auch an die Aufständischen. Er forderte die beteiligten Länder auf, diese einzustellen. «Die Militarisierung des Konflikts verschlimmert die Lage nur.» Eine politische Lösung sei «der einzige Ausweg aus der Krise», sagte Ban, der vor einem Demokratieforum beim Europarat in Strassburg sprach.
Tote bei neuen Gefechten
Die Gefechte in Syrien dauern unterdessen an. Nach Angaben von Aufständischen starben beim Beschuss eines Konvois mit Kriegsverletzten 20 Menschen. Die Verwundeten seien ausserhalb der Ortschaft Al-Karak unter Beschuss geraten.
Von Seiten der Rebellen hiess es zudem, die Provinzhauptstadt Daraa sei am Morgen mit Panzergranaten beschossen worden. Diese Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. In Daraa hatte der Aufstand gegen Assad im März 2011 begonnen.
(agenturen/krua;horm)







