International
Teures Engagement für Julian Assange
Die Unterstützung von Wikileaks-Gründer Julian Assange wird allmählich teuer. Bis Ende November müssen weitere Teile der Kaution einbezahlt werden.
Bild
Insgesamt müssen die neun betroffenen Bürgen rund 140'000 Franken zahlen, entschied ein Gericht in London. Knapp 300`000 Franken von weiteren Assange-Sympathisanten flossen bereits an die Staatskasse.
Der Richter drückte seine Bewunderung für die Geldgeber aus. Sie hätten ihre Prinzipien und ihre Überzeugungen über ihr Eigeninteresse gestellt. Unter ihnen ist auch der Journalist Vaughn Smith, der Assange während des Prozesses für mehr als ein Jahr in seinem Anwesen hatte wohnen lassen.
Im sicheren Hafen
Die Summe wird fällig, weil Assange mit seiner Flucht Mitte Juni gegen Bewährungsauflagen verstiess. Dem 41jährigen war auferlegt worden, sich täglich auf einer Polizeistation zu melden.
Er flüchtete jedoch in die ecuadorianische Botschaft, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo er wegen Vergewaltigungsvorwürfen verhört werden soll. Die Assange-Anhänger argumentierten, sie sollten für Assanges Asylantrag nicht bestraft werden.
Assange nutzte den «sicheren Hafen» der Botschaft, um weiter für Wikileaks zu kämpfen. Auf dem Balkon des Gebäudes zeigte er sich der Presse.
(dpa/meic;mery)






