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International

Israel und Hamas schiessen weiter aufeinander

Montag, 8. Oktober 2012, 18:12 Uhr

In der Grenzregion zwischen Israel und dem Gaza-Streifen flammt der Konflikt neu auf. Israelis und Palästinenser haben sich den den zweiten Tag in Folge beschossen. Die Herkunft einer von Israel abgeschossenen Drohne gibt Rätsel auf.

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Die radikale Palästinenser-Organisation Hamas erklärte, sie habe zusammen mit Kämpfern der Gruppe Islamischer Dschihad Raketen auf Israel abgefeuert. Hamas begründet die Attacke als Vergeltung für den israelischen Luftangriff vom Sonntag. Das Militär in Israel bestätigte Einschläge in der Grenzregion zwischen Israel und dem Gaza-Streifen. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Hamas begründet die Attacke als Vergeltung für den israelischen Luftangriff vom Sonntag.

Panzerbeschuss auf Gaza-Streifen

Die israelische Armee habe ihrerseits «Terroristen-Gruppen» der Hamas beschossen, sagte ein Militärsprecher. Nach Informationen aus dem Gaza-Streifen schoss die israelische Armee mit Panzern auf jene Stellen, von denen die Raketen vermutlich abgefeuert wurden. Dabei sollen ein Dschihad-Kämpfer sowie vier Kinder verletzt worden sein. Ein Minarett und ein Wasserturm seien beschädigt worden. Bei dem israelischen Luftangriff am Sonntag waren zwei radikale Palästinenser und weitere Personen verletzt worden.

Es ist das erste Mal seit Juni, dass sich die Hamas zu einem Angriff auf Israel bekannt hat. Nach israelischen Angaben wurden in diesem Jahr 470 Raketen vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert, zehn davon bislang im Oktober.

Unklar blieb weiterhin die Herkunft eines unbemannten Flugzeugs, das die israelische Luftwaffe am Samstag abgeschossen hatte. Die Drohne war zuerst über dem Mittelmeer nahe des Gaza-Streifens entdeckt worden. Später wurde sie von einem israelischen Kampfflugzeug in der Nähe des besetzten Westjordanlandes abgeschossen.

Iran bemängelt israelisches Raketenabwehrsystem

Der stellvertretende Koordinatorder iranischen Revolutionsgarden, Dschamaluddin Aberumand, wurde von der Agentur Fars mit den Worten zitiert, der Zwischenfall zeige, dass das israelische Raketenabwehrsystem «Eiserner Dom» nicht funktioniere oder nicht über die erforderlichen Fähigkeiten verfüge.

Das zusammen mit den USA entwickelte System ist allerdings nicht zur Abwehr langsam fliegender Drohen geschaffen worden, sondern soll die von den militanten Palästinensern abgefeuerten Kurzstrecken-Raketen abfangen. Dabei sei das System ziemlich erfolgreich, erklärte das US-Verteidigungsministerium im März. Damals seien 80 Prozent von 300 auf Israel abgefeuerte Raketen unschädlich gemacht worden.

(reuters/roso;koua)