Schweiz
Zwei Tote nach Canyoning-Unfall bei Amden
Bei einem Canyoning-Unfall im Fallenbach oberhalb von Amden (SG) sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen wurden mit leichteren Verletzungen ins Spital gebracht.
Zwei Gruppen bestehend aus fünf und sieben Personen waren am späteren Vormittag mit je einem Guide zum Canyoning in den Fallenbach eingestiegen. In der Schlucht zwischen Amden und dem Walensee bekamen die Teilnehmer dann Probleme.
Schlechtes Wetter
Die beiden Gruppen waren offenbar vom steigenden Wasser im Fallenbach überrascht worden. Eine Gruppe konnte die Schlucht nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Nach Angaben der St. Galler Kantonspolizei haben darauf Rettungskräfte bestehend aus Polizei, Feuerwehr und Mitgliedern der Alpinen Rettung Schweiz die Canyoning-Teilnehmer evakuiert. Ebenfalls im Einsatz standen zwei Helikopter der Rega.
Chronologie: Canyoning-Unfälle
Beim Canyoning kommt es immer wieder zu Unfällen. Der bisher schwerste hatte im Saxetbach (BE) 1999 21 Todesopfer gefordert.
Auch in diesem Fall war der Bach war nach heftigem Regen angeschwollen und hatte die 45köpfige Expedition mitgerissen. Ein Todesopfer, eine 25jährige Australierin, konnte nie geborgen werden.
Sehen Sie hier eine Chronologie von Canyoning-Unfällen.
Drei Personen waren verletzt und mussten ins Spital gebracht werden. Ihre Verletzungen seien aber eher leichter, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei. Zwei Personen wurden dann noch vermisst.
Wegen des schlechten Wetters musste die Suche aus der Luft am Abend abgebrochen werden. Suchtrupps des Schweizerischen Alpenclubs, der Feuerwehr, der Seerettung und der Polizei suchten danach noch zu Fuss nach den Vermissten. Gegen 23 Uhr wurden sie dann tot gefunden, wie die St. Galler Kantonspolizei meldet.
Bei den beiden Toten handelt es sich um den 24jährigen Guide aus Belgien und eine 23jährige Touristin aus Deutschland. Ein Careteam betreute die geretteten Freizeitsportler. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand von Ermittlungen.
(sf/schd/krua/weis; frua)






