Präsident Benigno Aquino verkündet das Friedensabkommen während einer Fernsehansprache.
reuters
International
Philippinen schliessen Friedensabkommen mit Rebellen
Sonntag, 7. Oktober 2012, 10:14 Uhr
Der Süden der Philippinen könnte endlich zur Ruhe kommen: Die Regierung in Manila und die grösste Gruppe der muslimischen Aufständischen einigten sich nach Marathonverhandlungen auf ein vorläufiges Friedensabkommen.
Bild
Es sei ein «Rahmenabkommen» mit der Separatistengruppe Moro Islamische Befreiungsfront (Milf) vereinbart worden, gab Präsident Benigno Aquino III. bekannt. Es werde den Weg zu dauerhaftem Frieden in der Region Mindanao ebnen.
100'000 Menschen kamen ums Leben
Die Einigung umfasse auch eine zeitliche Planung zur Errichtung einer autonomen Region. Sie soll den Weg frei machen für ein endgültiges Friedensabkommen bis 2016. Das Abkommen soll in einigen Tagen unterzeichnet werden.
Damit soll ein Schlussstrich unter einen 40 Jahre anhaltenden Konflikt gezogen werden. Die Milf kämpft seit Jahrzehnten für einen eigenen islamischen Staat im Süden des Landes. Dabei waren über 100'000 Menschen getötet worden.
(sda/buev;galc)



