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Schweiz

Bund und Kanton Aargau testen Niedrigtemperatur-Asphalt

Samstag, 6. Oktober 2012, 14:50 Uhr

Bauarbeiter haben auf der Uettligenstrasse in Wohlen (AG) sogenannten Niedrigtemperatur-Asphalt aufgetragen. Er wird bei rund 30 Grad tieferen Temperaturen gemischt und eingebaut. So benötigt er weniger Energie, und der CO2-Ausstoss sinkt.

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Aus diesem Grund läuft derzeit ein nationales Forschungsprojekt. Das Bundesamt für Strassen will im Rahmen eines Versuchs die wissenschaftliche Grundlage für die Förderung des Niederigtemperatur-Asphalts erhalten.

An der Uettligenstrasse finden zurzeit ohnehin Belagsarbeiten statt. Für den Test wurden fünf Abschnitte markiert. In einem Referenzfeld wurde herkömmliches Heissmischgut aufgetragen, in vier weiteren Feldern wurden unterschiedliche Niedertrigtemperatur-Beläge eingebaut.

Bereits in der Aufbereitungsanlage entnahmen Wissenschaftler mehrere Asphaltproben; sie massen Luft und Temperatur und protokollierten den Energieverbrauch. Sensoren unter dem Belag beobachten nun das Verhalten der neuen Beläge unter Verkehr.

Niedrigtemperaturasphalt

Für Niedrigtemperaturasphalte (NTA) werden der normalen Asphaltrezeptur Wachse oder chemische Stoffe (Zeolithe) zugegeben. So kann Asphalt bei niedrigeren Temperaturen gemischt und eingebaut werden. Eine um 10 Grad abgesenkte Herstellungstemperatur spart bis zu 10 Prozent Energie. NTA werden bereits in Deutschland, in den USA oder Frankreich erfolgreich eingesetzt.

(sda/galc;krua)