US-Wahlkampf 2012
Romney holt Punkte in Swing States
Der republikanische Herausforderer Mitt Romney legt seit seiner gelungenen TV-Debatte laut Umfragen in einigen der wichtigen Swing States zu. Diese Staaten werden voraussichtlich die US-Präsidentenwahl am 6. November entscheiden.
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Laut Zahlen des Rasmussen-Instituts legte Romney im besonders umkämpften Wechselwähler-Staat Florida um zwei Prozentpunkte zu und führt mit 49 zu 47 Prozent gegen Obama. In Virginia lag Romney demnach mit 49 zu 48 Prozent vorn. Allerdings wurden bei der Umfrage lediglich rund 500 wahrscheinliche Wähler telefonisch befragt, die Aussage der Umfrage gilt daher als eher begrenzt.
Obama hält sich an Spitze
Auch das Institut WeAskAmerica sieht den Herausforderer Romney im Aufwind. Allerdings: Alle Umfragewerte sind derart knapp, dass ihre Ergebnisse im Bereich des statistischen Irrtums liegen.
Auf nationaler Ebene führt Präsident Barack Obama allerdings weiterhin – laut Gallup-Institut gar mit 50 zu 45 Prozent gegenüber Romney.
Unterdessen frisst Romney Kreide, wie Kommentatoren meinen. In seinen Aussagen zielt er immer mehr auf die alles entscheidenden, ungebundenen Wechselwähler. Für eine Beleidigung der Obama-Anhänger entschuldigte er sich sogar.
Die Entschuldigung Romneys ist eine Genugtuung für den Präsidenten. «Ich habe etwas Falsches gesagt», meinte der Republikaner – und bezog sich auf seine umstrittene Äusserung, wonach Obama-Wähler Sozialschmarotzer seien, die keine Steuern zahlten, aber Sozialleistungen beanspruchten.
«Romney bewegt sich in Richtung Mitte»
Auch mehrere Äusserungen Romneys bei der Debatte deuteten klar darauf hin, dass Romney nach seinem Rechtsruck bei den Vorwahlen nun auf die moderaten Wechselwähler abzielt. «Romney bewegt sich in Richtung Mitte», titelte die «New York Times».
Während der parteiinternen Vorwahlen im Frühjahr hatte es Romney dagegen vor allem der erzkonservativen «Tea-Party» recht machen müssen und hatte rechte Positionen besetzt.
Wie seit Monaten deutet alles weiter darauf hin, dass es am 6. November ein extrem spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen geben dürfte.
Willkommende Arbeitsmarktdaten
Nach seinem Debattenflop am Mittwoch waren die neusten Arbeitsmarktzahlen wie ein warmer Regen für Obama. Die Quote sank auf 7,8 Prozent Arbeitslose, so niedrig wie seit seinem Amtsantritt nicht mehr.
Obama muss dennoch bangen: Seit Jahrzehnten wurde kein Präsident im Amt bestätigt, wenn die Arbeitslosenquote über acht Prozent lag.

US-Präsidentschaftswahlen auf einen Blick
Interaktive Grafik mit den Resultaten der Vorwahlen der republikanischen Partei und den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen von 1992 bis 2008.
(sda/buev;galc)



