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Nach antisemitischem Anschlag: Polizei tötet Islamisten in Frankreich
Nach einem antisemitisch motivierten Anschlag auf ein Geschäft greift die französische Polizei durch. Bei einem Anti-Terror-Einsatz wurde einen Mann erschossen und zehn weitere festgenommen. Munition und eine Liste jüdischer Ziele wurden konfisziert.
Der Getötete habe sich in Strassburg seiner Festnahme widersetzt und das Feuer auf die Beamten eröffnet, bestätigte der französische Präsident François Hollande.
Vorbereitung auf Märtyrertum
Der 33-Jährige sei «für seine Zugehörigkeit zur Dschihadisten-Bewegung bekannt» gewesen. Er sei als Drogendealer verurteilt worden und später zum radikalen Islam konvertiert. Die Fingerabdrücke des 33Jährigen habe man auf den Resten einer Granate gefunden, die Mitte vergangenen Monats in einen jüdischen Lebensmittelladen in der Nähe von Paris geworfen worden war.
Der Mann habe das Feuer eröffnet, als er im Rahmen eines landesweiten Anti-Terror-Einsatzes in seiner Strassburger Wohnung festgenommen werden sollte. Polizisten hätten zurückgeschossen und ihn getötet. Der 33-Jährige habe «sehr entschlossen gehandelt, möglicherweise in der Absicht, als Märtyrer zu sterben», sagte der Strassburger Staatsanwalt. Offenbar in Vorbereitung auf seinen Tod hatte er sich zuvor den Bart abrasiert.
Ein Verletzter nach Anschlag
«Der Präsident der Republik bekräftigt die feste Entschlossenheit des Staates, die Franzosen gegen alle Formen terroristischer Bedrohung zu schützen», erklärte Hollande. Drei Polizisten seien bei dem Schusswechsel in Strassburg verletzt worden, berichtete eine Regionalzeitung. Schlimmere Verletzungen seien durch die schusssicheren Westen verhindert worden. Im Grossraum Paris und in Cannes wurden zwei Männer festgenommen, die zur radikalislamischen Szene der Salafisten zählen sollen. Einige der zehn Festgenommenen hatten eine Liste mit Anschlagszielen, so Polizeikreise.
Die Razzia in mehreren Landesteilen stand in Zusammenhang mit einem antisemitischen Anschlag auf einen Laden für koschere Waren im Pariser Vorort Sarcelles. Am 19. September hatten Unbekannte einen Sprengsatz in den Laden geworfen; dabei war eine Person verletzt worden.
(agenturen/fasc;krua)



