Inhalt

International

UNO-Sicherheitsrat verurteilt Beschuss aus Syrien auf Türkei

Freitag, 5. Oktober 2012, 0:58 Uhr, Aktualisiert 01:18 Uhr

Der UNO-Sicherheitsrat hat den syrischen Granatenangriff auf den türkischen Grenzort Akcakale aufs Schärfste verurteilt und Syrien aufgefordert, solche Verstösse gegen internationales Recht sofort zu unterlassen.

Bild

Die 15 Mitglieder des Gremiums einigten sich auf eine Erklärung, welche die Verantwortung den syrischen Streitkräfen. Es rief Syrien zudem auf, die Souveränität und territoriale Integrität seiner Nachbarländer vollständig zu respektieren.

Der Präsident des Sicherheitsrates, in diesem Monat der guatemaltekische UNO-Botschafter Gert Rosenthal, drückte den Hinterbliebenen der Opfer – einer Mutter und vier ihrer Kinder – das Beileid des Rates aus.

Er sagte, dass «der schwerwiegende Vorfall unterstreicht, welche Auswirkungen die syrische Krise auf die Nachbarn und Frieden sowie die Sicherheit in der Region» habe. «Der Rat fordert, dass solche Verletzungen des internationalen Rechts sofort aufhören und sich nicht wiederholen. Die Mitglieder des Sicherheitsrates fordern Zurückhaltung von beiden Seiten», sagte Rosenthal.

Sorge über Flächenbrand

Die Türkei hatte am Mittwochabend sowie am Donnerstag aus Vergeltung einige Ziele in Syrien angegriffen, später aber betont, das Land strebe keinen Krieg an. Die Angriffe dienten der Abschreckung.

International hat die Zuspitzung Sorgen über einen Flächenbrand in der Region aufkommen lassen. Die USA äusserten unterdessen Hoffnung, dass die Lage nicht weiter eskaliere. Das US-Aussenministerium bekräftigte zugleich, das Nato-Mitglied Türkei habe das Recht, sich gegen Übergriffe aus Syrien zu verteidigen. Die Reaktion der Türkei sei angemessen gemessen.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon hatte sich ebenfalls beunruhigt über die wachsenden Spannungen gezeigt. Das mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündete Russland blockiert im UNO-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf, in dem die Handlungen Syriens als völkerrechtswidrig verurteilt werden.

(sda/weis; muei)