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Tunesiens Präsident bittet vergewaltigte Frau um Entschuldigung
Tunesiens Präsident Moncef Marzouki hat sich bei einer von Polizisten vergewaltigten Frau im Namen des Staates entschuldigt. Er habe das Opfer empfangen und sich «die Details der schmerzhaften Angelegenheit» angehört.
Er habe der 27jährigen seine «umfassende Sympathie» ausgedrückt und die Vergewaltigung verurteilt. Dass andere Beamte die beschuldigten Polizisten nicht gedeckt hätten, sei aber ein positives Zeichen, sagte Marzouki.
Ermittlungen gegen Vergewaltigte
Nach Angaben des Innenministeriums hatten die Polizisten die Frau und ihren Verlobter Anfang September in einer «unmoralischen Position» in ihrem Auto vorgefunden. Zwei der Beamte sollen die Frau anschliessend vergewaltigt haben, während ein dritter ihren Freund festhielt.
Die Polizisten wurden festgenommen. Für Empörung und Kritik sorgte aber, dass anschliessend gegen die Frau und ihren Verlobten strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstosses gegen die Sittlichkeit eingeleitet wurden. Hunderte Menschen gingen deswegen auf die Strasse.
(sda/weis; muei)







