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International

Türkei erwidert Granatenbeschuss aus Syrien erneut

Freitag, 5. Oktober 2012, 19:11 Uhr, Aktualisiert 06.10.2012, 8:46 Uhr

Die türkische Armee hat heute Morgen erneut zurückgeschossen. Dies, nachdem eine aus Syrien abgefeuerte Mörsergranate in einem türkischen Feld der Provinz Hatay detoniert war.

Bild Türkische Soldaten an der Grenze.
Die Grenzregion ist seit Tagen unter Beschuss. reuters

Dies meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Einzelheiten zum türkischen Vergeltungsschlag wurden nicht genannt.

Bereits in den vergangenen zwei Tagen hatte die türkische Armee Granatenbeschuss aus Syrien mit Gegenangriffen beantwortet.

Bereits 34 Tote durch Grenzkonflikt

Am Mittwoch waren im türkischen Akcakale nahe der syrischen Grenze eine Mutter und ihre vier Kinder von Granaten getötet worden. Wenige Stunden später beschoss die Türkei erstmals Ziele im Bürgerkriegsland Syrien. Bei den Angriffen starben laut Nachrichtensender Al-Dschasira insgesamt 34 Menschen.

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Trotz der Eskalation ist sich SF-Sonderkorrespondent Erwin Schmid sicher, dass weder die Türkei noch Damaskus ein Interesse an der Verschärfung der Lage haben. Generell sei die Situation seit den Vorfällen von vor zwei Tagen sehr angespannt. «Da löst eine Aktion (Granateinschlag), die vor zwei Wochen noch kein Aufsehen erregt hätte, plötzlich militärische Gegenschläge aus.»

Generell glaubt Schmid, dass die Konflikte in der Region weiter zunehmen könnten. «Die Grenzzone ist von strategischer Bedeutung sowohl für die Rebellen als auch die syrische Armee. Letztere will mit allen Mitteln verhindern, dass die Rebellen hier eine zusammenhängende, von ihnen kontrollierte Zone einrichten können.» Das würde deren Nachschub und die gesamte Koordination vereinfachen, was nicht im Sinne des Assad-Regimes sei, so Schmid.

Länder geben sich betont nüchtern

Noch versuchen beide Staaten, die Vorfälle der letzten Tage nüchtern zu analysieren. Beide Länder wollten keinen Krieg, so die jeweiligen Minister beidseits der Grenzen. Das Verhältnis zwischen der Türkei und Baschar al-Assads Syrien ist aber seit längerem angespannt, weil Ankara die Aufständischen in Syrien unterstützt. Mehr dazu lesen Sie hier.

(agenturen/sf/galc;buev)