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International

Todesstrafe für Angriff auf US-Botschaft gefordert

Freitag, 5. Oktober 2012, 1:54 Uhr

Die tunesischen Behörden haben die Todesstrafe für mehrere Angeklagte gefordert, die an den Angriffen auf die US-Botschaft und die Amerikanische Schule in Tunis im vergangenen Monat beteiligt gewesen sein sollen.

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Mehreren Festgenommenen drohe die Todesstrafe, erklärten die Anwälte Anouar Ouled Ali and Mondher Charni. Ihnen werde unter anderem ein Angriff auf die staatliche Sicherheit vorgeworfen.

Insgesamt sind wegen der Attacken 87 Menschen in Haft. Mehrere tausend Menschen stürmten am 14. September das Gelände der US-Botschaft, nachdem sie gegen einen in den USA produzierten antiislamischen Film protestiert hatten.

Die Polizei ging mit Tränengas und Schüssen gegen die Demonstranten vor, vier Menschen starben. Die in Tunesien regierenden gemässigten Islamisten verurteilten den Angriff.

Ausnahmezustand erneut verlängert

Der Ausnahmezustand in Tunesien ist abermals um einen Monat verlängert worden. Staatspräsident Moncef Marzouki unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Es erlaubt Sicherheitskräften beispielsweise zu schiessen, wenn sich eine verdächtige Person widersetzt.

Der Ausnahmezustand im Ursprungsland des arabischen Frühlings wurde bereits mehrmals verlängert. Er gilt seit dem Sturz des Langzeitherrschers Zine el Abidine Ben Ali im Januar 2011. Als Hintergrund des jüngsten Dekrets gelten die gewaltsamen Proteste gegen den islamfeindlichen Mohammed-Film.

(sda/weis;hesa)