Inhalt

Schweiz

Energiestrategie: Swisscleantech fordert Umdenken der Wirtschaft

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 16:13 Uhr, Aktualisiert 21:15 Uhr

Nicht die ganze Wirtschaft stemmt sich gegen die bundesrätliche Energiestrategie 2050: Geht es nach dem Wirtschaftsverband Swisscleantech, soll die Schweiz sogar eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung einer nachhaltigen Energiezukunft spielen.

Die Energiewende stelle eine einzigartige Chance für die Schweizer Wirtschaft dar, sagte Nick Beglinger, Präsident von Swisscleantech, vor den Medien in Bern. Die geschätzten Mehrkosten von 80 Milliarden Franken seien deshalb eine lohnende Investition. Enttäuscht ist Beglinger von jenen Wirtschaftskreisen, die nur abwarteten und auf Zeit spielten.

Unternehmen mit neuen Technologien hoffen auf eine Energiewende (Tagesschau 04.10.2012, 19:30 Uhr)

Mit der bundesrätlichen Energiestrategie 2050 zeigt sich der Wirtschaftsverband soweit zufrieden. Voraussetzungen für deren Erfolg sind laut Beglinger jedoch klare Rahmenbedingungen und marktwirtschaftliche Instrumente. Zentraler Bestandteil sei die Vollkostenrechnung, in der alle Kosten einbezogen würden. Auch sollten fixe Laufzeiten für Atomkraftwerke festgelegt werden.

Bundesrat unterschätzt Potential von Solarenergie

Nicht gemacht habe der Bundesrat seine Aufgaben im Bereich der erneuerbaren Energien, sagte Christian Zeyer, ein Autor des Cleantech-Energiemodells. Besonders Solarstrom besitze ein grösseres Potential. Energielieferungen sollen zudem künftig aus dem umliegenden Ausland importiert werden, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Im Wirtschaftsverband Swisscleantech sind über 300 Unternehmen aus Industrie, Stromversorgung und Umwelttechnologie vereint. Er bündelt Unternehmen, die eine ressourceneffiziente und emissionsarme Wirtschaft unterstützen.

(sda/hesa; muei)