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International

Islamisten-Gruppe bekennt sich zu Syrien-Anschlägen

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 20:07 Uhr

Eine dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Gruppe hat die Verantwortung für die Anschläge Aleppo mit 48 Toten übernommen. Ein Bekennerschreiben veröffentlichte die radikal-islamische Al-Nusra-Front auf einer Dschihadisten-Seite im Internet.

Die Gruppierung zeigte auch Fotos von ihren Anschlagszielen. Am Mittwoch hatte man noch über die Attentäter spekuliert. SF-Korrespondent Pascal Weber sagte, die Leute sprächen von islamistischen Gruppierungen – aber auch die Freie Syrische Armee käme als Urheberin der Autobomben-Anschläge infrage.

Bild Ein in den Boden gesprengtes Loch auf einer Strasse.
Die Anschläge galten Verbündeten der syrischen Regierung. keystone

Am Mittwoch waren in Syrien innert kürzester Zeit 5 Autobomben gezündet worden. Diese hatten den Truppen von Präsident Baschar al-Assad schwere Schläge versetzt.

Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von 48 Toten und etwa 100 Verletzten alleine in Aleppo. Die Explosionen hätten sich gegen einen Offiziersclub gerichtet. «Die Mehrheit der Toten und Verwundeten sind Mitglieder der Regierungstruppen», hiess es weiter.

Autobomben in Aleppo fordern mehrere Tote («Tagesschau», 03.10.2012)

Ein städtischer Beamter sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei den Anschlägen seien 27 Menschen getötet und 72 verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer könne sich aber noch erhöhen, weil es viele Schwerverletzte gebe.

Die Explosionen ereigneten sich in unmittelbarer Nähe des zentralen Saadallah-al-Dschabiri-Platzes, an dem auch Regierungsgebäude stehen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, war die Fassade eines Hotels teilweise zerstört, zwei Stockwerke eines Cafés waren eingestürzt.

Rebellen und Armee kämpfen seit mehr als zwei Monaten um die Wirtschaftsmetropole Aleppo. Aus Deir as-Saur, wo eine in einem Kleinlastwagen versteckte Bombe direkt vor dem Gebäude der so genannten Behörde für «Politische Sicherheit» explodierte, liegen keine Opferzahlen vor.

(agenturen/sf/gern)