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Schweiz

Kein Gratis-Parken mehr für Basler Töffs

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 17:58 Uhr

Die Stadt Basel hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Das Volk hat entschieden, dass innerhalb von 10 Jahren der motorisierte Verkehr um 10 Prozent reduziert werden muss. Mit dem Verkehrskonzept Innenstadt tritt im Frühling ein Massnahmenpaket dazu in Kraft. Ein Teil daraus: Töfffahrer werden fürs Parkieren zur Kasse gebeten.

Im nächsten Frühling wird der innerste Kern der Stadt Basel verkehrsfrei. So sieht es das neue Verkehrskonzept Innenstadt vor, mit welchem der motorisierte Verkehr massiv reduziert werden soll. Dies bedeutet, auch Roller und Töffs müssen draussen bleiben.

Bild Mehrere Motorräder in allen Farben stehen in einer Reihe.
Den Basler Töfffahrern weht ein rauer Wind entgegen. Fürs Parkieren müssen sie bald zahlen. colourbox/symbolbild

Aus diesem Grund werden innerhalb des Cityrings rund 200 Parkplätze für Motorräder geschaffen, wie Marc Keller, Leiter Kommunikation des Bau und Verkehrsdepartements Kanton Basel-Stadt, sagt. Und diese sind gebührenpflichtig.

Vorteile für Velofahrer

Eine halbe Stunde parkieren kostet 50 Rappen, jede weitere Stunde wiederum 50 Rappen. Dafür darf das Motorrad unbeschränkt lange stehen gelassen werden. Zum Vergleich: Für Autos gilt eine Gebühr von 3 Franken für die ersten 30 Minuten und eine Parkbeschränkung von 1,5 Stunden.

Dafür ist das Parkieren für Töffs nur noch auf den offiziellen Feldern legal. Mit dieser Regel ist der Kanton Basel-Stadt Vorreiter in der Schweiz. Auch die IG Motorrad weiss von keinem weiteren Beispiel, wie Mediensprecher Hagen Zimmermann sagt. Es gebe Städte mit gebührenfreien Töff-Parkplätzen, etwa Schaffhausen. Über die neue Regelung in Basel ist die IG Motorrad «nicht erfreut». Man werde sich der Sache sicher annehmen.

Das Verkehrskonzept Innenstadt Basel ist bereits 2009 vom Grossen Rat gebilligt worden. Darin eingebettet wurde die Massnahme der Parkgebühren für Motorräder. Ein Referendum ist laut Marc Keller nie ein Thema gewesen. Auch wenn es einige Diskussionen dazu gegeben habe. Das Ziel der Stadt sei klar, sagt Keller. «Wir wollen die Velofahrer privilegieren.»

(sf/gern)