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US-Wahlkampf 2012

TV-Debatte: Darüber werden Obama und Romney streiten

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 8:17 Uhr, Aktualisiert 20:27 Uhr

Seit Wochen sind die Themen der ersten Fernsehdebatte zwischen Barack Obama und Mitt Romney festgelegt. Beim Duell geht es ausschliesslich um innenpolitische Themen, darunter auch um die Wirtschaft in den USA. Die Diskussion wird in der Nacht auf Donnerstag ab 2.45 Uhr auf SF1 und hier im Livestream gezeigt.

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Bis zu 60 Millionen Zuschauern werden das Duell am Fernseher verfolgen (Tagesschau 03.10.2012, 19:30 Uhr)

Der Rahmen des TV-Duells steht schon länger fest: In 6 Teilen zu je 15 Minuten wird Moderator Jim Lehrer vom Sender PBS die Kandidaten Obama und Romney mit verschiedenen innenpolitischen Themen konfrontieren. Dabei wird Lehrer jeden dieser Teile mit einer Frage eröffnen, auf die die beiden Kandidaten 2 Minuten lang antworten können. Danach soll eine relativ offene Diskussion folgen.

Die drei Pfeiler der Debatte

Welche Eingangsfragen Lehrer den beiden Kandidaten stellen wird, ist nicht klar. In Interviews hat er aber schon angedeutet, welche Schwerpunkte er setzen will: Am wichtigsten wird das Thema Wirtschaft sein, das die Hälfte der Debatte einnimmt. Hier wird Amtsinhaber Obama erklären müssen, wieso es den USA wirtschaftlich noch nicht besser geht. Aber auch Romney wird geprüft werden, was denn genau seine Alternativen sind.

Präsidentschaftsdebatte live

In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober stossen Barack Obama und Mitt Romney erstmals im Wahlkampf direkt aufeinander. Das Schweizer Fernsehen überträgt die erste von drei TV-Debatten live ab 2.45 Uhr auf SF1 und auf tagesschau.sf.tv im Livestream. Zu Gast in der Sendung ist USA-Kenner Kurt Spillmann.

Weiterer Schwerpunkt wird Obamas wichtigstes Reformwerk sein – die Gesundheitsreform. Romney hatte angekündigt, die Reform zu kippen, falls er Präsident wird. Wird Obama sein Werk verteidigen können – und wird er Romney darauf aufmerksam machen, dass er als Gouverneur von Massachusetts selbst eine sehr ähnliche Gesundheitsreform eingeführt hatte?

Ein weiterer Fokus der Debatte wird in der Frage liegen, welche Rolle Washington und die Regierung im Staat einnehmen soll. Romney plädiert hier für eine verhältnismässig schwache Regierung. Sein Lager wirft Obama vor, er wolle aus den USA einen Sozialstaat nach europäischem Muster machen.

Öffentlichkeit will mitreden

Auch wenn die exakten Fragen von Moderator Lehrer noch unklar sind, so gibt es in der US-Öffentlichkeit zahleiche Vorschläge, womit die Kandidaten denn direkt konfrontiert werden sollen. So hat die US-Website Politico 10 unbequeme Fragen formuliert, die Jim Lehrer Obama und Romney stellen soll.

Eine Web-Initiative will mit zwei Fragen wissen, was die Kandidaten dafür tun würden, damit Geld weniger Einfluss in der Politik haben soll. Damit die Fragen beim Moderator mit Nachdruck ankommen, wurden über 40'000 Unterschriften gesammelt. Und die Washington Post schliesslich hat Fragen zusammengetragen, mit denen sich Obama und Romney gegenseitig das Leben schwer machen könnten.

Insgesamt vier weitere Debatten

Tatsächlich wird das Publikum in einer der weiteren drei Debatten stärker auf seine Kosten kommen. Die Themen des zweiten Duells am 16. Oktober sind unbestimmt. Denn in einem «Town Meeting», einem Art Bürgertreffen, werden die Zuschauer die Fragen stellen. Das dritte Duell der beiden Präsidentschaftskandidaten findet am 22. Oktober wieder im selben Rahmen der ersten Diskussion statt. Dann wird sich aber alles um die Aussenpolitik drehen.

Am 11. Oktober werden sich auch noch die Vizepräsidentschaftskandidaten Joe Biden und Paul Ryan rhetorisch duellieren. Ihre Debatte wird sich sowohl um Inlands- wie auch Auslandsthemen drehen.

(sf/frua)