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«Vatileaks»: Ex-Kammerdiener gesteht
In der Enthüllungsaffäre «Vatileaks» hat der angeklagte frühere Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, vor Gericht weitgehend gestanden. Eine schwere Straftat sieht er in seinem Verhalten aber nicht.
Gabriele gab vor dem vatikanischen Tribunal zu, vertrauliche Dokumente kopiert und weitergegeben zu haben. Das berichteten vom Vatikan zugelassene Prozessbeobachter.
«Was den schweren Diebstahl betrifft, fühle ich mich nicht schuldig», sagte Gabriele demnach. «Aber ich fühle mich schuldig, das Vertrauen missbraucht zu haben, das der Heilige Vater in mich gesetzt hatte.»
Gabriele bittet um Vergebung
Er habe keine Mittäter gehabt, sagte der Angeklagte. Darüber war vielfach spekuliert worden. Dem Familienvater wird schwerer Diebstahl vorgeworfen, dafür drohen ihm bis zu vier Jahre Haft. Gabriele hatte bereits nach seiner Festnahme im Mai die Vorwürfe eingeräumt, sich entschuldigt und den Papst um Vergebung gebeten.
Der Prozess hatte am Samstag begonnen. Neben Vertretern der Vatikan-Medien «Osservatore Romano» und Radio Vatikan sind nur acht Journalisten zugelassen.
(dpa/galc)






