International
Ukraine mit voller Wucht gegen Homosexuelle
Trotz massiven Protests von Bürgerrechtlern hat die Ukraine ein Gesetz zum Verbot von Homosexuellen-Propaganda auf den Weg gebracht. Es orientiert sich am russischen Vorbild.
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Es gehe beim ukrainischen Gesetz vor allem «um den Schutz vor der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS», berichteten Medien in Kiew.
«Werbung für gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen muss verboten werden», betonten die Autoren des Gesetzes im Parlament, das die Vorlage in erster Lesung annahm. Verstösse sollen mit Haftstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden.
Moskau verbietet Schwulenparade bis 2112
Im Juni 2012 hat ein Moskauer Gericht Schwulenparaden für die nächsten hundert Jahre verboten. Lesen Sie mehr hier.
Ein ähnliches Gesetz gilt bereits in einigen russischen Städten. Unter anderen hat die Touristenmetropole St. Petersburg ein Gesetz gegen sogenannte Schwulenpropaganda erlassen, um, wie es heisst, Kinder und Jugendliche zu schützen.
Filme, Musikvideos, Bücher und Zeitschriften mit homosexuellen Inhalten sowie die Regenbogenfahne als Symbol der Schwulenbewegung sind verboten.
Zwar ist Homosexualität in Russland seit 1993 kein Straftatbestand mehr. Dennoch ist sie in der russischen Gesellschaft weitgehend tabuisiert. Wer in Russland schwul ist, lebt in ständiger Angst vor Ausgrenzung und Gewalt. Es gilt als offenes Geheimnis, dass viele Showstars und Politiker Scheinehen eingehen, um ihr Sexualleben zu verschleiern.
(dpa/sf/engf;schubeca)






