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International

Unesco entsetzt über Zerstörungen in Aleppo

Montag, 1. Oktober 2012, 9:48 Uhr, Aktualisiert 20:47 Uhr

Die Zerstörung des zum Weltkulturerbe zählenden Basars in der Altstadt Aleppo wird von der UNO-Kulturorganisation Unesco als schwere Tragödie gewertet. Die Kämpfe gehen in der syrischen Metropole unvermindert weiter.

«Die Nachrichten aus Aleppo sind zutiefst erschreckend», kommentierte Unesco-Generaldirektorin Irina Bokowa die neusten berichte aus der syrischen Wirtschaftsmetropole. Nach Kämpfen in der Stadt seien Hunderte Geschäfte des arabischen Marktes durch ein Feuer zerstört worden.

«Ich rufe alle Beteiligten auf, ihr Möglichstes zu tun, um diese Denkmäler der Menschheitsgeschichte zu verschonen», appellierte Bokowa an die Aufständischen und Soldaten. Sie sei entsetzt und in tiefer Sorge angesichts der Entwicklungen.

Heftige Kämpfe in Aleppo – Weltkulturerbe niedergebrannt

Nach der Ankündigung eines Grossangriffs der syrischen Rebellen auf die nordwestliche Metropole Aleppo tobten in der Stadt laut Aktivisten und Einwohnern bislang beispiellose Kämpfe. Im Basar der Millionenstadt brach ein grosses Feuer aus. Hier mehr dazu.

Sobald es die Sicherheitslage zulässt, will die Unesco ein Expertenteam nach Syrien schicken, um die Lage zu bewerten und erste Hilfe für das Welterbe zu leisten. Das Kulturerbe in Syrien zeuge von der Tausende Jahre alten Geschichte des Landes und werde in der ganzen Welt geschätzt und bewundert, erklärte Bokowa.

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Die Altstadt von Aleppo war 1986 von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) zum Weltkulturerbe erklärt worden. Sie gilt unter anderem als einmaliges Zeugnis seltener arabischer Architekturstile und der Bedeutung der Stadt als jahrtausendalter kultureller Knotenpunkt.

(agenturen/rufi/schubeca)