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Todesschüsse auf südafrikanische Mineure werden untersucht
In Südafrika hat eine Untersuchungskommission, welche die tödlichen Schüsse auf südafrikanische Minenarbeiter untersuchen soll, die Arbeit aufgenommen. Die von Staatschef Jacob Zuma eingesetzte Kommission soll erste Untersuchungsresultate in 4 Monaten liefern.
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«Unser Land beweint diese Tragödie», sagte Kommissionschef Ian Farlam, ein früherer Richter am Obersten Berufungsgericht. «Wir schulden es den Betroffenen, dass wir so schnell wie möglich arbeiten.»
Die Mine Marikana war im August und September sechs Wochen lang bestreikt worden. Der Arbeitskampf um höhere Löhne führte am 16. August zu dem blutigen Polizeieinsatz, dem tödlichsten seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994.
Bereits einige Tage zuvor hatte es bei Protesten an dem Bergwerk zehn Tote gegeben, darunter auch Polizisten.
Zahlreiche unangekündigte Streiks
Vergangene Woche sind in mehreren südafrikanischen Minen erneut tausende Arbeiter in einen wilden Streik getreten.
Wie der Goldproduzent Village Main Reef vergangenen Freitag mitteilte, erschienen seit Donnerstagabend rund 1700 Arbeiter nicht mehr zum Dienst in der Mine Blyvooruitzicht nahe Johannesburg.
«Illegaler Sitzstreik unter Tage»
In der Mine von Samancor Chrome gingen dem Betreiber zufolge 400 Angestellte am Donnerstag in einen «illegalen Sitzstreik unter Tage», um höhere Löhne zu fordern. Die Arbeiter hätten ihren Streik aber am Freitag beendet, da die Arbeitgeber in neue Verhandlungen eingewilligt hätten.
Ein Sprecher der Arbeiter sagte hingegen, die Betreiber hätten die Belüftungsanlage sowie die Wasserzufuhr in der Chrom-Mine abgeschaltet, um die Streikenden zum Herauskommen zu zwingen. Auch in einer Kohlemine in der östlichen Provinz KwaZulu-Natal legten 345 befristet Angestellte am Freitag die Arbeit nieder.
In ganz Südafrika sind zehntausende Minenarbeiter im Streik. Angefangen hatte die Welle der Proteste für höhere Löhne mit den Arbeitern der südafrikanischen Platinmine Marikana.
(sda/muei;horm)



