Schweiz
Demonstranten fordern in Basel Freilassung von U-Häftling
In Basel sind gegen 250 Personen für die Freilassung eines Angehörigen des Revolutionären Aufbaus Winterthur auf die Strasse gegangen. Der Mann sitzt seit einer illegalen Party von Anfang Juni in Basel in Untersuchungshaft.
Vorgeworfen wird dem 29jährigen, bei der von rund 1000 Personen besuchten Party auf dem sogenannten NT-Areal einen Zivilfahnder der Polizei angegriffen und verletzt zu haben. Inzwischen befindet sich der Mann seit bald vier Monaten in Untersuchungshaft.
Zur Demonstration aufgerufen hatte das «Bündnis gegen Repression», weil die Untersuchungshaft inzwischen verlängert worden ist. Aus Sicht der Demonstrierenden geschah dies aus politischen Gründen, weil beim Inhaftierten «Wiederholungsgefahr» drohe.
Friedliche Demonstration
Laut der Basler Staatsanwaltschaft wurde dagegen Haftverlängerung beantragt, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist. Neben Landfriedensbruch werden dem Mann Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Körperverletzung und Angriff vorgeworfen.
Die Demonstrierenden zogen vom Barfüsserplatz zunächst zur Heuwaage, wo sich das Untersuchungsgefängnis «Waaghof» befindet. «Freiheit für den Gefangenen vom NT-Areal» hiess es auf einem grossen Transparent. Vor dem «Waaghof» wurden Knallpetarden abgefeuert und kurze Reden gehalten. Zu Wort meldete sich auch ein Mann, der in Zürich am 1. Mai in U-Haft gesetzt worden und am Donnerstag freigelassen worden war.
Anschliessend zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt nach Kleinbasel. Nach Auskunft eines Polizeisprechers verlief die Demonstration friedlich. Zwischenfälle wurde keine verzeichnet.
(sda/hesa;godc)







