Schweiz
Swisscoy: Truppen in Kosovo werden aufgestockt
Auch im nächsten Jahr führt die Swisscoy innerhalb der Kosovo-Schutztruppe Kfor ein regionales Kommando im Norden des Landes an. Dafür genehmigt der Bundesrat für das Jahr 2013 eine personelle Verstärkung von maximal 15 Personen.
Mit diesem zusätzlichen Stabspersonal werde es möglich, das Kommando über die Informations- und Nachrichtenbeschaffungsteams der Kfor im Nordkosovo weiter zu führen, schreibt das Eidgenössische Verteidigungsdepartement (VBS).
Diese Teams sind für die Lagebeurteilung zuständig. Unter anderem durch den Kontakt zur Bevölkerung sollen sie negative Entwicklungen möglichst rasch feststellen.
Kontingent-Auftockung kurzfristig möglich
Die Schweiz hat das Kommando für das sogenannte Joint Regional Detachement (JRD)-Nord bereits seit dem 1. Januar 2012 inne. Auch dafür waren der Swisscoy maximal 15 Personen als Verstärkung bewilligt worden.
Pro JRD übernimmt ein Staat jeweils für zwölf Monate die Führungsrolle. Im JRD-West ist dies zurzeit Italien, im JRD-Süd die Türkei, im JRD-Ost die USA, im JRD-Zentral Schweden und in JRD-Nord die Schweiz. Anfang Mai bat die Nato die Schweiz, das Kommando im JRD-Nord auch für das Jahr 2013 zu übernehmen.
Swisscoy-Einsatz in Kosovo
Die Swisscoy ist ein Verband der Schweizer Armee im Kosovo. Er wird im Rahmen der friedensfördernden Militärmission Kfor der Nato im Kosovo mit einem Kontingent von maximal 220 Personen von der Schweiz zur Verfügung gestellt und finanziert.
Insgesamt rund 4200 Armeeangehörige haben sich bis anhin freiwillig am Einsatz beteiligt. Seit 2002 ist die Swisscoy zum Selbstschutz bewaffnet.
Das Parlament hat den Einsatz von 220 Angehörigen der Schweizer Armee zur Unterstützung der KFOR bis zum 31. Dezember 2014 genehmigt. Der Bundesbeschluss sieht vor, dass das Kontingent kurzfristig mit höchstens 80 Personen und während maximal eines Jahres verstärkt werden kann.
(sda/weis; from)







