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Peer Steinbrück wird SPD-Kanzlerkandidat
Peer Steinbrück wird die SPD als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl im Herbst 2013 führen. Er tritt damit gegen die amtierende Bundeskanzlerin Merkel an. Das bestätigte der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel in Berlin.
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Der deutsche Ex-Finanzminister Peer Steinbrück wird bei der Bundestagswahl 2013 für die SPD gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) antreten. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier steht nicht zur Verfügung. Steinmeier sagte, er werde in diesen Wahlkampf mit vollem Einsatz gehen – als wäre es sein Eigener. Der Parteivorstand soll ihn in einer Sondersitzung am Montag nominieren.
«Ich bin mir dieser grossen Herausforderung bewusst», sagte Steinbrück. Dieser Wahlkampf sei eine Bürde, aber es werde ihm auch Spass machen. Vorbild sei ihm hierbei den Ex-Kanzlerkandidat Gerhard Schröder.
SF-Korrespondent Stefan Reinhart beurteilte in der «Tagesschau» Steinbrück als den schwierigsten Gegner für Angela Merkel im Kanzlerwahlkampf. «Bei der CDU hatte man sich bereits auf einen Kuschelwahlkampf mit Steinmeier eingestellt», sagte Reinhart. «Nun kommt Steinbrück alias Peitschen-Peer. Dies wird ein pfeffriger, feuriger Wahlkampf.»
Prominenter Kritiker der Schweiz
Steinbrück gehört zu den gewichtigsten Kritikern des Steuerabkommens der Schweiz mit Deutschland. Er kürzlich gab er an einer Podiumsdiskussion in der Schweiz erneut seine Einschätzung ab, wonach das Abkommen kaum zustande kommen werde.
«Das Steuerabkommen hat Defizite»
Für den ehemaligen deutschen Finanzminister Peer Steinbrück hat das Abkommen im Entwurf vier, fünf Defizite. So würden zum Beispiel Steuerhinterzieher anonym bleiben und am Ende besser gestellt als diejenigen, welche in Deutschland eine Selbstanzeige erstattet hätten. Lesen Sie hier was er im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sagte.
Der ehemalige Finanzminister Deutschlands ist zudem ein Befürwortet schärferer Bankenregulierung. Die Politik müsse wieder unabhängiger werden von den Finanzmärkten, forderte Steinbrück. «Wir brauchen einen Rückzug aus der Staatshaftung für Banken», sagte er unlängst bei der offiziellen Vorstellung des SPD-Finanzmarktkonzeptes in Berlin.
(dpa/sf/buet/rufi;weis)



