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Gefängnis-Meuterei in Irak: Gefährlicher Terrorist auf der Flucht
Die Häftlinge eines Gefängnisses in der irakischen Stadt Tikrit, 160 km von Bagdad entfernt, haben in der Nacht rebelliert. Über 200 Inhaftierte konnten dabei flüchten, darunter die ehemalige rechte Hand des Anführers der Al-Kaida im Irak.
Bei der Meuterei wurden fünf Häftlinge und zehn Polizisten getötet. Insgesamt 45 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Der Aufstand begann am Donnerstag während des Abendessens. Mehreren Häftlingen gelang es, den Wächtern ihre Waffen zu entreissen. Erst liefen sie ins Büro der Gefängnisleitung und zerstörten dort ihre Akten. Dann schossen sie sich den Weg zum Haupteingang frei. Von den 350 Gefängnisinsassen seien etwa 200 geflohen, berichtete ein Polizeisprecher.
Terrorist auf der Flucht
Als die Polizei das Gefängnis später wieder unter ihre Kontrolle brachte und eine Grossfahndung begann, konnten 119 Ausbrecher gefangen werden. Zu den 81 Verbrechern, die noch auf der Flucht seien, gehöre ein gefährlicher Terrorist, sagte der Sprecher. Er sei früher die rechte Hand des Anführers der Al-Kaida im Irak, Abu Mussab al-Sarkawi, gewesen.
Der Polizist dementierte Medienberichte, wonach die Ausbrecher Hilfe von aussen gehabt haben sollen. «Es gab auch keine Autobombe», sagte er. Ministerpräsident Nuri al-Maliki wechselte nach der Massenflucht den Polizeichef von Tikrit aus.
(dpa/weis; from)



