International
Salafisten kämpfen in Syrien mit Waffen und Nahrung
Die Versorgung für Zivilisten, die in Syrien ausharren, ist prekär – besonders in umkämpften Städten. Meist sind es einzig radikal-islamistische Gruppierungen, die in diesen gefährlichen Regionen Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel verteilen. Der Schweizer Journalist Kurt Pelda hat eine Gruppe von Salafisten in Aleppo begleitet.
Unter den islamistischen Kämpfern sind – obwohl erst eine kleine Minderheit im Widerstand – auch Angehörige der Salafisten. Dank ihren Geldgebern aus den Golfländern sind sie mit besseren Waffen ausgerüstet als die übrigen Rebellen.
Salafisten sind Ultrakonservative
Die Salafisten sind eine radikale Strömung innerhalb des Islam. Sie orientieren sich streng an dessen Frühzeit und stellen den Koran über alle weltlichen Gesetze. Sie verteufeln die Sitten der Ungläubigen und der unfrommen Muslime.
Ganz unterschiedliche Gruppen bezeichnen sich heute als salafistisch, darunter al-Kaida-nahe Terroristen.
Der Kommandant der Islamistengruppe heisst Abu Anas und ist 24 Jahre alt. Das Kriegshandwerk hat er von Syrern gelernt, die im Irak für al-Kaida kämpften. Ob es Verbindungen zu al-Kaida gibt, wollte er Pelda nicht sagen.
«Aber jeder, der mit uns in Syrien kämpft, ist mein Bruder. Wir als Muslime sollten unsere Brüder überall unterstützen, in Somalia und anderswo. Deshalb denke ich, dass al-Kaida nicht das ist, was uns die Amerikaner und Europäer einzureden versuchen», sagte Anas.
Dank Verteilaktionen von Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln gewinnen die Salafisten Sympathie für ihre extremistische Ideologie unter der armen Zivilbevölkerung. Denn vom Westen sehen die Zivilisten kaum ein Zeichen – dieser gelangt mit seinen Hilfsgütern nicht bis in die umkämpften Regionen.
(sf/engf;blur)






