International
Alternativer Nobelpreis für «Ärztin der Armen»
Der Alternative Nobelpreis ehrt in diesem Jahr den Kampf für Menschenrechte und die Rechte von Frauen in Afghanistan. Die Ärztin Sima Samar bekommt die Auszeichnung für ihren «Mut und ihre Entschlossenheit (...) in einer der instabilsten Regionen der Welt».
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Das teilte die Stiftung «Right Livelihood Award» («Preis für richtige Lebensführung») in Stockholm mit. Samar gilt seit mehreren Jahren auch als Anwärterin auf den Friedensnobelpreis.
«Ärztin der Armen»
Sie gilt als «Ärztin der Armen», Vorkämpferin für die Ausbildung von Menschen am Rand der Gesellschaft, Verfechterin der Gleichberechtigung von Frauen und Verteidigerin der Menschenrechte für alle. Die 1957 geborene Afghanin hat die Shuhada-Organisation gegründet, die über hundert Schulen sowie 15 Krankenhäuser und Ambulanzen betreibt.
Samar war Ministerin in der Übergangsregierung Afghanistans 2001. Seit 2002 ist sie Vorsitzende der unabhängigen Menschenrechtskommission von Afghanistan. Dies sei «ein Engagement, das sie ständiger Lebensgefahr aussetzt», schreibt die Stockholmer Preisstiftung.
Amerikaner und Türke ausgezeichnet
Eine weitere der mit je 50'000 Euro dotierten Auszeichnungen geht an den US-Wissenschaftler Gene Sharp für Strategien zum gewaltlosen Widerstand. Ebenfalls ausgezeichnet wird die britische Kampagne gegen Waffenhandel.
Den nicht dotierten Ehrenpreis erhält der türkische Umweltschützer Hayrettin Karaca. Die Stiftung vergibt den Alternativen Nobelpreis seit 1980.
(sda/dpa/buet; engf)



