Schweiz
Flughafen Zürich prüft neue Anflugvariante
Im Ringen um sein Anflugregime bringt der Flughafen Zürich eine neue Idee aufs Tapet: den gekröpften Anflug über den Osten. Dieser käme vor allem für den frühen Morgen zu Sperrzeiten für Anflüge über Deutschland in Frage. Die Machbarkeit ist aber noch unklar.
Das neue Anflugregime hat der Flughafen als Alternative zum gekröpften Nordanflug über den Aargau im Westen ins Spiel gebracht, wie die «Neue Zürcher Zeitung» und das «Oltener Tagblatt» berichten.
Laut neuem Staatsvertrag möglich
Das Anflugverfahren brächte zwei Vorteile: Zum einen wird der Flughafen in der fraglichen Zeit von 6 bis 6.30 Uhr vor allem von Maschinen aus dem Osten angeflogen, wie Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling sagt. Diese müssten dann keinen Umweg über das Mittelland mehr fliegen. Zum anderen wäre der Flughafen nicht mehr für Abflüge blockiert in der halben Stunde ab 6 Uhr, wie das beim gekröpften Nordanflug der Fall ist.
Erfolgen soll der gekröpfte Anflug über den Osten auf die Piste 14, gelandet würde also auf derselben Piste wie beim gekröpften Nordanflug von Westen her. Beide Varianten sind im neuen Fluglärm-Staatsvertrag mit Deutschland nicht ausgeschlossen.
Freude im Aargau, Kritik aus Bülach
Derzeit wird geprüft, ob der gekröpfte Anflug über Osten überhaupt möglich ist. Der Knackpunkt dabei ist die steile Linkskurve, die die Maschinen dazu über Bülach (ZH) fliegen müssten.
Während man im Kanton Aargau eine damit mögliche Reduktion des Fluglärms begrüsst, reagiert Hanspeter Lienhart, Bülacher Stadtrat und Präsident der IG-Nord. Keine Stellung zum Vorschlag nahmen laut der «Neuen Zürcher Zeitung» das Bundesamt für Zivilluftfahrt und die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion.
(sf/buet)



