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International

Inselstreit: Japan greift taiwanesische Schiffe mit Wasserwerfern an

Dienstag, 25. September 2012, 7:32 Uhr, Aktualisiert 09:39 Uhr

Im Inselstreit mit Japan sind nun auch taiwanesische Schiffe zur umstrittenen Inselgruppe Senkaku im Ostchinesischen Meer vorgedrungen. Die japanische Küstenwache setzte Wasserwerfer gegen die Schiffe ein. Unterdessen trafen sich China und Japan zum Krisengespräch.

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Japan kämpft im Inselstreit mit harten Bandagen gegen Taiwan. (Originalton japanisch)

Nach dem Einsatz der japanischen Küstenwache hat die taiwanesische Flotte die Hoheitsgewässer wieder verlassen. Das teilte die japanische Küstenwache mit.

Drei Länder, eine Inselgruppe

Die Regierung in Tokio forderte Taiwan auf, Japans Hoheitszone nicht zu verletzen. Am Vortag waren auch erneut chinesische Schiffe nahe der Inselgruppe aufgetaucht. Die Japaner nennen die Inselgruppe Senkaku, in China heisst sie Diaoyu.

Alle drei Länder beanspruchen die Felseninselgruppe für sich. Trotz des Streits setzten sich China und Japan an den Verhandlungstisch. Dafür reiste der japanische Vize-Aussenminister Chikao Kawai nach Peking.

Bild Kartenausschnitt mit China, Japan, Taiwan und den umstrittenen Inseln.
Die Inseln liegen von China und Japan praktisch gleich weit entfernt. Taiwan liegt ebenfalls nahe. srf

Klare Ansage Chinas

China hat an dem Treffen klargestellt, das Land werde keinerlei Verletzung seiner Souveränität tolerieren. «China wird niemals einseitiges Handeln Japans tolerieren, das die chinesische territoriale Souveränität beeinträchtigt», sagte der chinesische Vize-Außenminister.

Japan müsse konkrete Schritte einleiten, um den Fehler wieder gutzumachen. Dies sei wichtig, damit die beiden Länder zum gegenseitigen Verständnis zurückkehren könnten, das zuvor zwischen ihnen geherrscht habe.

Der neu entflammte Streit hatte in China zu massiven anti-japanischen Protesten geführt. In dem Gebiet gibt es reiche Fischgründe. Auch werden grosse Öl- und Gasvorkommen vermutet. Ausgelöst wurde die Krise durch den Kauf von drei der Inseln durch Japans Regierung. Tokio hatte damit verhindern wollen, dass die Inseln von japanischen Nationalisten erworben werden. China nannte den Kauf jedoch illegal.

Machtdemonstration: Erster Flugzeugträger für China

Chinas Marine hat ihren ersten Flugzeugträger erhalten. Wie das Verteidigungsministerium in Peking mitteilte, gehört die «Liaoning» ab sofort zu den Seestreitkräften des Landes. Ob das Kriegsschiff damit auch den aktiven Dienst aufnimmt, wurde nicht bekannt.

Die Ankündigung findet vor dem Hintergrund eines Streits zwischen China, Japan und Taiwan über die unbewohnte Inselgruppe Senkaku statt.

Bild Der erste Flugzeugträger für China mit Namen «Liaoning» im Hafen. (keystone)
Vor dem Hintergrund des Inselstreits kommt die Lieferung des ersten Flugzeugträgers für China zum richtigen Zeitpunkt. keystone

(sda/reuters/zinv;schj)