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Wirtschaft

Ausländer profitieren von Aufschwung auf Schweizer Arbeitsmarkt

Montag, 24. September 2012, 11:20 Uhr, Aktualisiert 13:34 Uhr

Vom robusten Schweizer Arbeitsmarkt haben im zweiten Quartal vor allem Ausländer profitiert. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl ausländischer Erwerbstätiger um 3,1 Prozent auf 1,36 Millionen zu.

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Erwerbstätige aus der Schweiz und dem Ausland In den letzten 10 Jahren hat der Anteil der Ausländer an der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz stetig zugenommen. Verglichen werden die jeweils 2. Quartale der angegebenen Jahre. Quelle: Bundesamt für Statistik

Die Zahl der Schweizer Arbeitskräfte blieb mit 3,40 Millionen konstant. Gesamthaft stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,9 Prozent auf 4,76 Millionen.

Die Zahl männlicher Arbeitskräfte stieg dabei um 1 Prozent, jene der Frauen um 0,7 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) bekannt gab.

Allerdings stieg auch die Arbeitslosigkeit: Ende Juni waren in der Schweiz 170'000 Personen ohne Job, das sind 8000 mehr als im Vorjahr. Den Anstieg der Quote von 3,6 auf 3,7 Prozent bezeichnet das BFS dennoch als nur «sehr leicht».

Weniger Langzeitarbeitslose

Betroffen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren in erster Linie die 15- bis 24-Jährigen. Auch bei den 25- bis 49-jährigen nahm die Zahl zu. Rückläufig war sie bei den über 50-jährigen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringerte sich von 43,4 auf 38,5 Prozent. Das BFS stützt sich auf die Definitionen des internationalen Arbeitsamtes ILO.

Bild Mann liest Stellenanzeiger.
Die offenen Stellen in der Schweiz werden derzeit oft mit Ausländern besetzt. keystone

Bei Ausländern am stärksten wuchs die Zahl der Erwerbstätigen bei Grenzgängern: Die Zunahme betrug nach Angaben des BFS um 5,6 Prozent.

Arbeitslosenquote steigt in der EU

Bei Niederlassungsbewilligung mit C-Ausweis stieg die Zahl um 1,6 Prozent, bei B-Ausweis um 3,8 Prozent. Rückläufig war hingegen die Zahl bei Kurzaufenthaltern, also Arbeitsnehmern, die weniger als ein Jahr in der Schweiz sind: Gegenüber dem zweiten Quartal 2011 gingen sie um 1,9 Prozent zurück.

In den 27 Ländern der EU sank die Zahl der Erwerbstätigen zwischen den zweiten Quartalen 2011 und 2012 um 0,2 Prozent, bei einem Anstieg der Erwerbslosenquote. Noch stärker zeigen sich die Folgen der Eurokrise, wenn nur die 17 Länder mit der Einheitswährung betrachtet werden.

In der Eurozone sank die Anzahl Erwerbstätiger um 0,6 Prozent, während sich die Beschäftigungslosigkeit von 9,8 auf 11 Prozent erhöhte.

(sda/gern;coro)