International
Lage in Syrien verschlechtert sich
Der neue Syrien-Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, hat ein düsteres Bild der Lage in Syrien gezeichnet. Es gebe nach wie vor brutale Gewalt in dem Bürgerkriegsland, Folter sei alltäglich.
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Der ehemalige algerische Aussenminister machte in seinem ersten Bericht vor dem UNO-Sicherheitsrat klar, wie schwierig die Lage in Syrien ist. Zeichen der Entspannung habe er keine gesehen, sagte Brahimi nach Angaben westeuropäischer Diplomaten am Vorabend der diesjährigen UNO-Generaldebatte. Zudem werde die Lage gerade für Kinder und Flüchtlinge immer ernster. Der Gewalt seien auch viele Kulturgüter zum Opfer gefallen.
Vor der Generaldebatte sagte Brahimi: «Die Situation in Syrien ist extrem schlecht und wird immer schlechter.» Er betonte erneut, dass die Lage für die ganze Region eine Bedrohung sei, aber auch für den Weltfrieden insgesamt. Deshalb werde der UNO-Sicherheitsrat nach wie vor sehr, sehr genau hinschauen.
Brahimi bat die Journalisten in New York um Geduld: «Bitte vergessen Sie nicht, dass ich meine Mission erst vor 3 Wochen begonnen habe.»
Der deutsche Bundesaussenminister Guido Westerwelle, der im Sicherheitsrat derzeit die Geschäfte führt, sprach von einer «sehr unbefriedigenden» Lage. Er erwarte diese Woche in New York «keinen grossen Durchbruch».
Russland und China blockieren weiter
Ziel müsse jedoch bleiben, dem bestehenden Sechs-Punkte-Plan der internationalen Gemeinschaft Geltung zu verschaffen. Ein härteres Vorgehen gegen Machthaber Baschar al-Assad wird von den beiden Veto-Mächten Russland und China blockiert.
Tote bei Kämpfen
Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen dauern weiter an. Bei Luftangriffen auf Damaskus, Aleppo und die Provinzen Homs und Daraa gab es weitere Tote. Die Zahl der Toten seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 wird auf 30‘000 geschätzt.
(dpa/coro;schubeca)



