International
Libyen will bewaffnete Milizen auflösen
Die Proteste gegen Gewalt und der Angriff auf islamistische Milizen in Bengasi zeigen Wirkung. Parlamentspräsident Mohammed al-Megarjef will alle «illegitimen» Milizen im Land auflösen. «Wir verbieten zudem das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit.»
Betroffen seien alle Gruppierungen, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen. Auch die Errichtung von Kontrollpunkten sei ab sofort illegal, sagte Al-Megrajef in seiner Erklärung.
Er reagierte damit auf die Grossdemonstration gegen Gewalt und gegen islamistische Milizen in Bengasi. 20‘000 Bürger hatten sich am Freitag in der ostlibyschen Stadt versammelt und ihrer Wut darüber Luft verschafft.
Einige von ihnen stürmten danach das Hauptquartier der Miliz Ansar al-Scharia. Der Gruppe wird vorgeworfen, in den tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi verwickelt zu sein, bei dem der Botschafter und drei weitere Amerikaner starben.
Unterdessen sollen die Ansar al-Scharia und die Abu-Salim-Märtyrer-Brigade ihren Rückzug angekündigt haben. Die Milizen-Stützpunkte sollen den Behörden übergeben werden.
(dpa/schubeca;blur)



