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Schweiz

Proteste in der arabischen Welt: «Schweizer Botschaften nicht gefährdet»

Samstag, 22. September 2012, 11:45 Uhr

Yves Rossier, Staatssekretär im Aussendepartement, ist überzeugt: Wegen der Protestwelle in arabischen Ländern seien Schweizer Botschaften nicht in Gefahr. Deren Sicherheit werde durch den jeweiligen Staat sichergestellt.

Dies sagte Yves Rossier der Westschweizer Zeitung «La Liberté» sowie der Mediengruppe «Arc Presse». Er fügte an, dass er keine «besonderen» Aktionen gegen die diplomatischen Vertretungen der Schweiz im arabischen Raum befürchte. Die Sicherheit der Vertretung werde durch den jeweiligen Staat sichergestellt, sagte Rossier und führte als Beispiele Iran und Tunesien auf.

Bild Aussenaufnahme der Schweizer Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. (keystone)
Das EDA geht nicht davon aus, dass das Schweizer Botschaftspersonal– wie hier in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad – Angst um ihre Sicherheit haben müssen. keystone

Auf die Demonstrationen vor der Schweizer Botschaft in Teheran, die auch die amerikanischen Interessen vertritt, hätten die iranische Polizei «sehr gut» reagiert, wird der Staatssekretär zitiert.

In Tunesien wiederum sei ein Sicherheitsdispositiv rund um die ausländischen Vertretungen postiert worden, darunter auch jene der Schweiz. Der tunesische Minister für Menschenrechte habe ihn am Donnerstag bei einem Besuch in Bern in seiner Ansicht bestärkt.

Die Proteste in der arabischen Welt richten sich in erster Linie gegen die USA, wo das Schmähvideo produziert wurde. Nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einem französischen Satire-Magazin richtet sich die Wut aber auch gegen Frankreich. Alleine am Freitag starben bei Ausschreitungen in Pakistan mindestens 23 Menschen.

(sda/schubeca)