Schweiz
Demo in Bern: Politischer Schutz für Mohammed gefordert
Rund 150 Muslime haben sich in Bern versammelt. Zur Kundgebung hatte unter anderem der Islamische Zentralrat Schweiz aufgerufen. Sie fordern politischen Schutz «für unseren Propheten Mohammed und religiöse Gefühle».
Zur Kundgebung hatten der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) und weitere muslimische Organisationen aufgerufen.
Islamische Nationalverbände distanzieren sich
Unter dem Motto «für unseren Propheten Mohammed und den Schutz religiöser Gefühle» hatten sie ursprünglich einen Demonstrationszug zur US-Botschaft in Bern oder zum Bundesplatz geplant. Die Stadt Bern erlaubte den Veranstaltern aber nur eine rund einstündige Platzkundgebung auf dem Helvetiaplatz. Der Bundesplatz ist bereits mit einer Kundgebung der Gewerkschaften belegt.
Der Islamische Zentralrat sieht seine Kundgebung nicht in erster Linie als Protest gegen den umstrittenen Mohammed-Film aus den USA. Ziel sei vielmehr, die Gesetzgeber in der Schweiz aufzufordern, rechtliche Normen zu erlassen, die darauf abzielten, religiöse Gefühle besser zu schützen. Auf seiner Internetseite rief der Islamische Zentralrat deshalb zu einer friedlichen Veranstaltung auf dem Helvetiaplatz auf.
Es dürfe nicht sein, dass unter dem «Deckmantel der Meinungsäusserungsfreiheit» Millionen von Menschen in ihrer religiösen Würde systematisch erniedrigt würden, so der IZRS. Freiheit sei gut, jedoch nie grenzenlos. Sie ende u.a. dort, wo eine ganze Religionsgemeinschaft angegriffen, verhöhnt oder systematisch herabgewürdigt würde.
Die Islamischen Nationalverbände der Schweiz, FIDS und KIOS, distanzierten sich indes von der Kundgebung. Eine Demonstration in Bern sei zu diesem Zeitpunkt ein missverständliches Zeichen, hatten sie im Vorfeld mitgeteilt. Insgesamt vertreten FIDS und KIOS nach eigenen Angaben über 200 muslimische Zentren oder Vereine.
(sda/fasc;godc)







