International
Gripen-Deal: Auch in Schweden gibt es Zweifel
Saab-Chef Haakan Bushke hat in einem Interview erklärt, die Schweden bräuchten die Kosten des neuen Gripen-Kampfflugzeugs nicht zu fürchten. Da mit der Entwicklung nicht bei Null angefangen werde, seien die Kosten berechenbar.
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«Wir beginnen nicht mit einem leeren Blatt und deshalb haben wir keine Unsicherheiten bei den Kosten», sagte Saab-Chef Haakan Bushke im «Svenska Dagbladet». Die Steuerzahlenden bräuchten sich keine Sorgen zu machen.
Er widersprach im Interview Experten, welche berechnet hatten, dass mindestens 400 Gripen produziert werden müssten, um rentabel zu sein. Der Gripen habe ein Verkaufspotenzial von 300 Stück, sagte Bushke. Aber selbst bei 62 bis 82 Exemplaren sei der Gripen rentabel.
Widerstand in Schweden
Erst am Donnerstag überwies die schwedische Regierung das Armeebudget von 13 Milliarden Franken an das Parlament. Darin enthalten ist auch die Beschaffung des Gripen E. Gegen dieses Geschäft ist das Oppositionsbündnis aus Linken, Grünen und Sozialdemokraten. Streitpunkt sind die Entwicklungskosten für den neuen Kampfjet. Kommt das Geschäft mit der Schweiz nicht zustande, werde der Kauf gestoppt, heisst es aus Stockholm.
Die Schweiz will in Schweden 22 Gripen beschaffen. Die schwedische Regierung schlägt dem Parlament ihrerseits den Kauf von 40 bis 60 Gripen vor. Ende August haben die beiden Länder ein Rahmenabkommen abgeschlossen, das die Details der Beschaffung regelt. Das Abkommen gilt allerdings nur, wenn die Schweiz auch tatsächlich beschliesst, die Gripen-Jets zu kaufen.
Der Entscheid liegt zunächst beim Parlament. Der Bundesrat will das Rüstungsprogramm mit der Beschaffung des Gripen noch vor Beginn der Wintersession verabschieden. National- und Ständerat sollen es dann im März und Juni des nächsten Jahres behandeln.
(sda/afp/blur;godc)







