International
US-Kongress ehrt Aung San Suu Kyi
Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist in Washington mit der Goldmedaille des US-Kongress geehrt worden. Zugleich lockerte die US-Regierung auch Sanktionen gegen die Regierung ihres Heimatlands.
Die Medaille ist neben der stets vom Präsidenten verliehenen Freiheitsmedaille die höchste zivile Auszeichnung der USA. Der US-Kongress würdigte damit den langjährigen Kampf Suu Kyis für Demokratie und Freiheit in ihrem Heimatland.
Zugleich strich die US-Regierung Burmas Präsidenten Thein Sein von ihrer Sanktionsliste. Die USA hatten bereits nach dem Ende der Militärdiktatur im vergangenen Jahr volle diplomatische Beziehungen zu dem Land aufgenommen.
Dank für Solidarität
Suu Kyi sprach bei der Zeremonie im Kapitol von einem der «bewegendsten Tage in meinem Leben». Sie bedankte sich zugleich bei den US-Parlamentariern für deren andauernde Unterstützung. «Danke dafür, dass Sie uns in all den dunklen Jahren, in denen Freiheit und Gerechtigkeit unerreichbar schienen, in Ihren Herzen und Gedanken behalten haben.»
«Demokratie muss in der Macht des Volkes liegen»
Aung San Suu Kyi hat im Juni auf ihrer ersten Auslandsreise die Schweiz besucht. Im Interview mit dem Westschweizer Fernsehen RTS sagte die burmesische Oppositionsführerin, woher sie ihre Kraft bezieht – und warum sie den Vergleich mit Nelson Mandela scheut.
Suu Kyi war nach 15-jährigem Hausarrest vor knapp zwei Jahren freigelassen worden. Der US-Kongress hatte ihr die Medaille 2008 zuerkannt. Viele Parlamentarier, die sich zur Zeremonie versammelten, sagten, dass sie nicht erwartet hätten, ihr die Auszeichnung persönlich verleihen zu können.
Suu Kyi hält sich für zwei Wochen in den USA auf. Nächste Station nach Washington ist New York.
(dpa/buet;horm)







