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International

Italien muss Defizitziele korrigieren

Donnerstag, 20. September 2012, 23:07 Uhr

Trübe Aussichten für Italiens Wirtschaft: Statt zu wachsen wird sie in den nächsten beiden Jahren weiter schrumpfen. Deshalb wird auch die Neuverschuldung des Landes höher ausfallen als zunächst geplant.

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Die Autos von Fiat entpuppten sich im ersten Halbjahr 2012 als echte Ladenhüter. Der Umsatz brach dramatisch ein. keystone

Die italienische Regierung hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum für 2012 und 2013 nach unten korrigiert. Im laufenden Jahr sei mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent zu rechnen, 2013 mit einem Rückgang um 0,2 Prozent, hiess es nach einer Kabinettssitzung.

Bislang war Rom von minus 1,2 Prozent für das laufende Jahr und plus 0,5 Prozent für das kommende Jahr ausgegangen – eine laut Wirtschaftsexperten von vornherein wenig realistische Vorhersage.

Neuverschuldung höher als geplant

Derweil verharrt Italien in der Rezession: Das BIP ging von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent zurück. Mit dem Rückgang schrumpfte die Volkswirtschaft das vierte Quartal in Folge.

Von Januar bis März war das BIP der drittgrössten Volkswirtschaft der Eurozone sogar um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen. Binnen eines Jahres schrumpfte es den Statistikern zufolge um 1,9 Prozent.

Die Neuverschuldung werde sich deshalb in diesem Jahr auf 2,6 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen und nicht wie bislang angenommen auf 1,7 Prozent und im kommenden Jahr auf 1,6 Prozent statt auf 0,5 Prozent.

(sda/maiu; halp)