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Schweiz

Geldwäsche: Bern friert usbekische Guthaben ein

Mittwoch, 19. September 2012, 16:21 Uhr

Die Schweiz dreht den Geldhahn zu: Im Rahmen einer Strafuntersuchung wegen Geldwäsche hat Bern usbekische Guthaben bei Schweizer Banken blockiert. Es geht um Gelder in der Höhe von mehreren hundert Millionen Franken.

Bild Schweizer Banknoten einzeln auf einem Stapel. (keystone / symbolbild)
Vier Usbeken werden der Geldwäscherei verdächtigt. keystone / symbolbild

Die Bundesanwaltschaft (BA) bestätigte eine Meldung des Westschweizer Radios und Fernsehens (RTS). Konten auf diversen Schweizer Banken wurden im August eingefroren. Zum genauen Betrag wollte sich BA-Sprecherin Jeanette Balmer nicht äussern. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt würden keine Einzelheiten zum Fall bekannt gegeben.

Name der Präsidenten-Tochter taucht auf

Zwei usbekische Staatsangehörige waren am 30. Juli in Genf auf Anordnung der Bundeanwaltschaft (BA) verhaftet worden. Die beiden Männer sitzen noch immer in Untersuchungshaft. Insgesamt werden vier Usbeken verdächtigt, in die Geldwäschereiaffäre verwickelt zu sein.

Gemäss Angaben von RTS sind Angehörige des usbekischen Präsidenten Islam Karimov im Zentrum der Affäre. Seine Tochter Gulnara Karimova ist Botschafterin Usbekistans in Spanien und bei der UNO in Genf. Gemäss der Zeitung «Blick» arbeiten die beiden in Genf inhaftierten Usbeken für Coca-Cola Usbekistan; diese Firma gehöre Karimova.

(sda/zinv; muei)