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Schweiz

Bund fordert kleinere Wohnungen

Mittwoch, 19. September 2012, 20:27 Uhr

Ein Mittel gegen die Wohnungsknappheit und steigende Mieten in den Stadtzentren ist laut Bund ein kompakterer Wohnungsbau. Auch mit einem tieferen Wohnstandard liessen sich die Investitionskosten senken.

Bild Eine Baustelle für Wohnungen in Zürich. (keystone)
Verdichtung heisst laut Bund das Zauberwort gegen den Wohnungsmangel. keystone/archiv

Die starke Nachfrage nach Mietwohnungen in zentralen Lagen führe dazu, dass vermehrt Altbauten abgerissen und durch Neubauten mit grösseren, aber teureren Wohnungen ersetzt werden. Dies schreibt das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO). Die Wohnfläche wachse insgesamt, die Zahl der Wohnungen nehme aber nur unwesentlich zu.
 
Eine publizierte Studie des BWO fordert deshalb eine Verdichtung: Durch kompakte Wohnungen und einem tieferen Ausbaustandard sollen die Mietzinse tief gehalten werden, ohne dass Investoren Abstriche bei der Rendite machen. Die Untersuchung geht davon aus, dass mit kompakteren Wohnungen auf einem Grundstück 20 Prozent mehr Haushalte leben können.
 
Aufgrund der Erfahrungen mit einem Muster-Mehrfamilienhaus kommt das BWO zum Schluss: Auch ohne Subventionen liesse sich in Zürich-Altstetten eine 4,5-Zimmerwohnung für unter 2000 Franken rentabel vermieten; für eine 3,5-Zimmerwohnung wäre ein Preis von unter 1600 Franken realistisch.

(sda/mery;maiu)