International
Schmähvideo: Saudis wollen YouTube sperren
Noch immer sorgt das Internet-Video über den Propheten Mohammed für grosse Empörung in der islamischen Welt. Jetzt will auch Saudi-Arabien den Zugang zu dem Film blockieren. Weltweit ist die Protestwelle allerdings am Abflauen – einzige Ausnahme: Afghanistan.
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König Abdullah von Saudi-Arabien will wegen des Mohammed-Schmähvideos den Zugang zum Internetportal YouTube sperren. Obwohl die überwältigende Mehrheit der Saudis den Zugang zu dem beleidigenden Filmchen im Netz gerne blockiert sehen würde, stiess seine Drohung nicht nur auf Zustimmung.
Die Saudis, die in ihrem Land weder Kinos noch Konzertsäle haben, gehören weltweit zu den eifrigsten Nutzern von YouTube. Die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete, die Regierung habe die Betreiber der Internet-Suchmaschine Google aufgefordert, keine Links zu dem Video auf YouTube mehr anzubieten.
Sollte die US-Firma diesem Wunsch nicht entsprechen, werde der Zugang zu YouTube in dem islamischen Königreich komplett blockiert.
Studenten skandieren: «Tod Amerika»
In Afghanistan sind unterdessen erneut zahlreiche Menschen aus Protest gegen den Film auf die Strasse gegangen. Im Osten des Landes demonstrierten rund tausend Menschen und blockierten eine zentrale Zufahrtsstrasse in die Hauptstadt Kabul. Bei den Demonstranten handelte es sich überwiegend um Studenten. Sie riefen «Tod Amerika» und «Tod den Feinden des Islam».
In Afghanistan gibt es immer wieder gewaltsame Proteste gegen empfundene Beleidigungen des Islam. Erst in diesem Jahr wurden nach der offenbar versehentlichen Verbrennung des Korans auf einem US-Stützpunkt 40 Menschen bei Protesten getötet.
(agenturen/maiu;blur)



