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Schweiz

BVK-Affäre: CS zahlt Kanton Zürich knapp 19 Millionen Franken

Dienstag, 18. September 2012, 13:37 Uhr

Der Kanton Zürich hat von der Credit Suisse eine Entschädigung von 18,9 Millionen Franken erhalten. Die Zahlung steht in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um die Personalvorsorge BVK und wurde aussergerichtlich vereinbart.

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Händler der CS hatten der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich in der Zeit zwischen 1999 und 2003 Börsendeals falsch verrechnet. Etwa 90 Prozent der 18,9 Millionen Franken entfallen auf die BVK, der Rest auf die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ), wie die Finanzdirektion mitteilte. Das Geld sei von der CS bereits ausbezahlt worden.

Die Finanzdirektion begrüsse im Namen der beiden betroffenen Institutionen, dass die CS damit den zwischen 1999 und 2003 bei Wertschriftentransaktionen entstandenen Schaden ersetze. Händler der Grossbank hatten in dieser Zeit der BVK und der GVZ bei Aktiengeschäften falsche Kurse berechnet.

Verjährung verhindern

Der Kanton Zürich macht die Ansprüche der BVK in Zusammenhang mit dem BVK-Korruptionsfall um deren früheren Anlagechef Daniel Gloor aussergerichtlich oder vor Gericht geltend. Mit der Wahrung der Interessen wurden Rechtsanwälte betraut, die laut Finanzdirektion unter anderem auch vorsorgliche Massnahmen ergriffen haben, um Verjährungen möglicher Ansprüche zu verhindern.

Bereits im Juli wurde in Zusammenhang mit der BVK-Korruptionsaffäre eine Vereinbarung mit dem früheren Chef einer Investitionsfirma abgeschlossen. Diese löste eine Entschädigung zugunsten der BVK von 3,95 Millionen Franken aus. Der Beschuldigte wurde im Juli vom Bezirksgericht Zürich wegen ungetreuer Geschäftsführung zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt.

Das Urteil gegen den Hauptbeschuldigten Daniel Gloor wird voraussichtlich am 28. November eröffnet. Ihm werden ungetreue Amtsführung, gewerbsmässige Geldwäscherei, Amtsgeheimnisverletzung und passive Bestechung zur Last gelegt. Die Anklage fordert eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Insgesamt wurden sechs Personen angeklagt.

Schaden von über 40 Millionen zugefügt

Die Anklage wirft Gloor auch vor, er habe in den Jahren 2001 und 2002 im Zusammenhang mit Sanierungsmassnahmen zugunsten der Beteiligungsgesellschaft BT&T Asset Management AG der BVK einen Schaden von 43,5 Millionen Franken zugefügt. Nach einem abgesegneten Sanierungsbeitrag von 20 Millionen Franken soll er eigenmächtig weitere 20 Millionen Franken eingeschossen haben.

(sda/mihm;zinv)