International
Assads Kopf ist nun 25 Millionen Dollar wert
Syrische Oppositionelle haben auf Machthaber Baschar al-Assad ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt. Der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi versucht unterdessen weiterhin, ein Ende des Blutvergiessens zu erwirken.
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Die von Deserteuren gegründete FSA unterstrich ihre unversöhnliche Haltung gegenüber dem Regime von Assad, indem es auf den syrischen Präsidenten ein Kopfgeld von 25 Millionen US-Dollar (23,2 Millionen Franken) aussetzte.
Die Summe erhalte, wer Assad «tot oder lebendig» fasse, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu einen FSA-Kommandanten. Das Geld werde von oppositionellen syrischen Geschäftsleuten gezahlt. Um wen es sich bei den Geldgebern handle, werde aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben.
Gemäss der FSA soll die Belohnung die Mitglieder der Führung dazu bewegen, Assad zu ergreifen oder zu töten.
Kämpfe an der türkisch-syrischen Grenze
Inzwischen tobten heftige Gefechte zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen in der Nähe der Grenze zur Türkei bei Tell Abiad. Ein türkischer Beamte sagte, die Rebellen hätten versucht, die Kontrolle über den dortigen Grenzposten zu gewinnen. Einige Häuser in der Stadt Akcakale auf der türkischen Seite wurden durch verirrte Kugeln getroffen, so der Beamte. Dabei seien einige Fensterscheiben zu Bruch gegangen.
In der Nacht flog der UNO-Sondergesandte für Syrien, Lakhdar Brahimi, von Kairo in die Türkei. Ein Mitglied seiner Delegation sagte vor der Abreise, Brahimi werde möglicherweise bald zu einem zweiten Gespräch mit Präsident Baschar al-Assad nach Syrien reisen.
Ohne Ergebnis endete ein Aussenministertreffen zu Syrien in Kairo, an dem der Iran, Ägypten und die Türkei teilnahmen. Saudi-Arabien war dem Treffen ferngeblieben, zu dem Ägyptens Präsident Mohammed Mursi eingeladen hatte.
Auch Brahimi sprach mit den Ministern. Als Journalisten den iranischen Aussenminister Ali-Akbar Salehi nach dem Treffen auf die Aktivitäten der Revolutionsgarden in Syrien ansprachen, gab er eine ausweichende Antwort.
Kämpfe dauern an
In der syrischen Provinz Deir as-Saur kamen derweil bei einem Angriff der Regierungstruppen mit Helikoptern nach Angaben von Oppositionellen 15 Menschen ums Leben. Am Vortag sollen in Syrien insgesamt 170 Menschen getötet worden sein.
Kämpfe wurden auch aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Damaskus gemeldet. In einem Stützpunkt der Luftwaffe in der Provinz Daraa sollen Deserteure ein Munitionsdepot in die Luft gesprengt haben.
(agenturen/horm/mihm;gern)



