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Schweiz

Schweiz will 40 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen

Montag, 17. September 2012, 19:46 Uhr, Aktualisiert 23:36 Uhr

Das UNHCR hat die Schweiz offiziell um die Aufnahme von Kontingentsflüchtlingen aus Syrien angefragt. Die Schweiz überprüft zurzeit die rund 40 Flüchtlinge, wie das Bundesamt für Migration bestätigt.

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Im August hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga angekündigt, dass die Schweiz eine allfällige Anfrage des UNHCR wohlwollend prüfen würde. Nun hat das UNHCR eine offizielle Anfrage zur Übernahme von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsgebiet eingereicht. Rund 40 Personen will die Schweiz aufnehmen.

Schweiz will syrische Flüchtlinge aufnehmen (10vor10, 17.09.2012)

Kontingentsflüchtlinge müssen in der Schweiz kein Asylverfahren mehr durchlaufen. Sie werden als anerkannte Flüchtlinge direkt aufgenommen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga gegenüber 10vor10: «Ich bin überzeugt, dass die Schweiz sehr sensibilisiert ist für die Situation in Syrien. Die Leute dort sind in äusserster Not. Und für diese kleine Anzahl von 40 Leuten hat es in der Schweiz Platz. Das wird die Schweizer Bevölkerung akzeptieren.»

Ablehnung bei den Bürgerlichen

Die bürgerlichen Parteien SVP und FDP lehnen die Aufnahme von Kontingentsflüchtlingen ab. FDP-Präsident Philipp Müller: «Wir haben heute schon genug Asylgesuche und können es uns nicht leisten, jetzt auch noch Kontingentsflüchtlinge aufzunehmen.»

Falls die Schweiz die 40 Leute aufnimmt, handelt es sich um die grösste Aufnahme von Flüchtlingen seit Beendigung der Schweizer Kontingentspolitik 1995. Bis 1995 hat die Schweiz regelmässig Flüchtlingsgruppen aufgenommen, zuerst aus Ungarn und später aus Ex-Jugoslawien.

(sf/mihm;mery)