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International

Islamisten attackieren ägyptische Soldaten auf Sinai-Halbinsel

Sonntag, 16. September 2012, 10:33 Uhr, Aktualisiert 17:17 Uhr

Bei Angriffen auf ägyptische Behörden, Polizeiwachen und Militäreinrichtungen sind auf dem Sinai mehrere Menschen verletzt worden. Bei den Angriffen handelte es sich offenbar um Racheakte für Militäreinsätze gegen militante Islamisten in den vergangenen Wochen.

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Bewaffnete griffen unter anderem das Hauptquartier der Sicherheitskräfte im Nord-Sinai mit Panzerfäusten an. Anschliessend kam es zu einem mehr als einstündigen Schusswechsel zwischen den Angreifern und Sicherheitskräften.

In Al-Arisch wurden unter anderem eine Wache, ein Gefängnis und ein Verkehrsamt attackiert. Neben Raketen setzten die Angreifer auch automatische Gewehre ein. Die Sicherheitskräfte gingen zum Gegenangriff über.

Angriff auf Friedenslager

Bei einem Angriff auf ein internationales Friedenslager wurden Augenzeugen zufolge sieben ägyptische Soldaten verwundet. Eine Frau und ein Kind sowie drei Polizisten wurden bei einem Schusswechsel zwischen Polizisten und Militanten in einem Dorf im Norden der Halbinsel verletzt.

Vier Männer, die bei Angriffen auf die Streitkräfte im August beteiligt gewesen seien, seien festgenommen worden, sagte ein Behörden-Vertreter.

Deutliche Zunahme von Anschlägen

Auf dem Sinai waren am 5. August bei einem Angriff 16 ägyptische Grenzschützer getötet worden. Daraufhin startete die Armee einen grossangelegten Einsatz in der Region, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt.

Laut dem Friedensvertrag mit Israel ist die Präsenz der ägyptischen Sicherheitskräfte auf der vor allem von Beduinen besiedelten Halbinsel beschränkt. Infolge des Sturzes des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak im Februar 2011 gab es auf dem Sinai eine deutliche Zunahme von Anschlägen.

Keine El-Al-Flüge nach Kairo mehr

Die israelische Fluggesellschaft El Al kündigte derweil laut einem Medienbericht an, erstmals seit dem Friedensabkommen von aus dem Jahr 1979 nicht mehr die ägyptische Hauptstadt Kairo anzufliegen.

Die Zeitung «Maariv» zitierte aus einem Schreiben von El-Al-Chef Elieser Schkedi an das Aussenministerium, dass die Verbindung wegen der hohen Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen «umgehend» eingestellt werde. Seit dem Jahr 1979 flog El Al einmal pro Woche von Tel Aviv nach Kairo. Das Aussenministerium bestätigte zunächst nur den Eingang des Briefs.

(agenturen/engf/buet; hues)