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International

Hass und Versehen fordern Dutzende Tote in Afghanistan

Sonntag, 16. September 2012, 16:12 Uhr

Bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan sind acht Frauen getötet worden, weitere acht wurden verletzt. Gleichentags hat ein afghanischer Polizist vier US-Soldaten erschossen. Auch an der afghanische-pakistanischen Grenze sind bei einem Anschlag Kinder und Frauen getötet worden.

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Der Sprecher der Regierung der Provinz Laghman sagte, Dorfbewohner östlich der Hauptstadt Kabul hätten die Leichen zum Sitz des Gouverneurs gebracht. Die Frauen seien im Morgengrauen beim Holzsuchen gewesen, als sie angegriffen worden seien.

Angriff galt Aufständischen

Ein Sprecher der internationalen ISAF-Truppe bedauerte den Vorfall und sprach von fünf bis acht getöteten Zivilisten. Der Angriff habe Aufständischen in der Region gegolten.

Zivile Opfer bei Nato-Angriffen schüren immer wieder den Zorn der afghanischen Bevölkerung auf die ausländischen Streitkräfte. So sind auch am frühen Sonntagmorgen bei einem Anschlag im Süden Afghanistans vier US-Soldaten getötet worden. Bei den Tätern handle es sich vermutlich um afghanische Polizisten, teilte die Nato mit.

Während die Allianz keine Angaben zur Nationalität der Opfer machte, erklärten afghanische Behörden, alle Getöteten seien US-Militärangehörige. Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Sabol, in der US-Soldaten stationiert sind.

Angriffe von Attentätern aus den afghanischen Sicherheitskräften hatten zuletzt deutlich zugenommen. Erst am Samstag wurden im südlichen Helmand zwei britische Soldaten von einem afghanischen Polizisten erschossen. In diesem Jahr kamen bei derartigen Übergriffen mehr als 50 ausländische Militärangehörige um.

Anschlag von Islamisten

Bei einem Anschlag im benachbarten Pakistan wurden am Sonntag 14 Menschen getötet, darunter drei Kinder und drei Frauen. Die Menschen seien in einem Lastwagen auf dem Weg zu einem Markt an der Grenze zu Afghanistan gewesen, als ein am Strassenrand deponierter Sprengsatz in die Luft gegangen sei, teilte die Polizei mit.

Im Grenzgebiet kommt es immer wieder zu Anschlägen, hinter denen die radikal-islamischen Taliban vermutet werden.

(agenturen/engf; buet)